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Bilanz

13.11.2018

Feuerwehren im Unterallgäu müssen häufiger ausrücken

Für die 45 Feuerwehren des Inspektionsbereichs Unterallgäu/Nord gab es in diesem Jahr bisher viel zu tun: Sie mussten zu insgesamt 493 Einsätzen ausrücken – 53 mehr als im Vorjahr.
Bild: Kaya

493 Mal wurden die Freiwilligen der Inspektion Unterallgäu/Nord alarmiert. In welchen Bereichen es viel zu tun gab

Auf ein arbeitsintensives Feuerwehrjahr blickte Kreisbrandinspektor Jakob Schlögel aus Klosterbeuren bei der Dienstversammlung der Kommandanten im Bürgerheim in Kirchhaslach zurück. So wurden die Feuerwehren im Inspektionsbereich Unterallgäu/Nord, der von Heimertingen bis Könghausen reicht, zu 493 Einsätzen gerufen. Damit waren 53 Einsätze mehr als im Vorjahr zu vermelden. Dabei dominierten die Technischen Hilfeleistungen, die fast die Hälfte der Einsätze ausmachten. Die Zahl der Mitglieder in den 45 Ortsfeuerwehren blieb nahezu auf Vorjahresniveau.

Kreisbrandinspektor Schlögel zog insgesamt eine positive Bilanz und präsentierte detaillierte Einsatzzahlen: So entfielen von den 493 Einsätzen im Inspektionsbereich Nord 63 auf Brandeinsätze und 47 auf Unfälle. Insgesamt 225 Technische Hilfeleistungen standen an, davon 14 Hochwasser-, zwölf Unwetter- und 24 Sturmeinsätze. Hinzu kamen 24 Sicherheitswachen und 131 „sonstige Tätigkeiten“. Erstaunlich hoch sei die Zahl der Fehlalarmierungen gewesen, von denen es 34 gab.

Im Sommer herrschte im Unterallgäu große Waldbrandgefahr

Auf die neue Hauptgruppe ABC-Einsätze warteten 16 Aufgaben. Sie konzentrierten sich auf Ölschäden beziehungsweise auf auslaufenden Kraftstoff. Zwölf Mal rückten die Löschkräfte auf der Suche nach vermissten Personen aus. 26 Wohnungsöffnungen standen zudem an. Wegen der hohen Trockenheit im Sommer bestand sehr große Waldbrandgefahr, so der Kreisbrandinspektor, was sich in einer erhöhten Alarmbereitschaft niederschlug. Bedauerlicherweise habe es zwei verletzte Feuerwehrleute bei den Einsätzen gegeben.

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Ohne eine entsprechende Weiterbildung wäre der hohe Leistungsstand, so Schlögel, nicht erreichbar und haltbar. 103 Feuerwehrleute – unterstützt von 36 Ergänzungsteilnehmern – unterzogen sich mit Erfolg den Leistungsprüfungen, davon 32 in den drei höchsten Leistungsklassen. Lehrgänge auf Orts-, Landkreis- und Bayernebene würden ihr Übriges dazu beitragen. Auch Haupt- und Gemeinschaftsübungen erhöhten das Leistungsniveau. So galt es beispielsweise fiktive Brände in landwirtschaftlichen Anwesen, in einem Pharmaindustriegebäude, im Oberschönegger Kindergarten oder in einer Großschreinerei zu meistern.

Die Jugendwehren waren in Flensburg zu Gast

Aus dem Bericht des Kreisjugendfeuerwehrwarts Andreas Thiel ging hervor, dass im gesamten Landkreis 38 Jugendfeuerwehren mit 501 Jugendlichen, davon rund 100 Mädchen, existieren, wovon fast ein Drittel auf den Inspektionsbereich Nord entfällt. Knapp 130 Nachwuchsfeuerwehrler nahmen am Jugendzeltlager teil, das in Flensburg über die Bühne ging. Im kommenden Jahr soll es in Babenhausen stattfinden. Kreisbrandinspektor Schlögel wünschte sich eine höhere Teilnehmerzahl bei den Jugendleistungsprüfungen.

Als Hausherr dankte Kirchhaslachs Bürgermeister Franz Grauer den mehr als 100 anwesenden Feuerwehrführungskräften für deren Engagement zum Wohle der jeweiligen Gemeinden, aber auch allen Löschkräften, die sich in den Dienst der Gemeinschaft stellten. Aus seiner aktiven Zeit bei der Feuerwehr wisse er, wie viel Freizeit und Tatkraft in dieses Ehrenamt investiert werden müsse.

Neun Unfälle auf der Schiene

Der zweite Teil des Kommandantenabends galt feuerwehrspezifischen Fragen. So informierte der Notfallmanager der Deutschen Bahn, Patrick Wolf, über die Einsatzmöglichkeiten im Bahnbereich. Wie aktuell dieses Thema ist, geht allein schon aus der Leistungsbilanz im Inspektionsbereich Nord hervor: Zu neun Unfällen mit Schienenfahrzeugen wurden die Wehren im abgelaufenen Einsatzjahr gerufen.

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