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Rammingen

29.04.2019

„Frodo Enton“, der kleine Gänserich

Kein Wunder, dass die kleine Graugans sofort die Herzen ihrer „Retter“ erobert hat: Diesem Blick kann ja wohl keiner widerstehen ... Nachdem sich das Küken nicht davon überzeugen ließ, wieder zu seiner Gänsefamilie zurückzuschwimmen, brachten ihn die Ramminger Badegäste zu einer Tierärztin, wo er jetzt artgerecht aufwachsen kann und von deren Tochter Johanna liebevoll betreut wird.
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Kein Wunder, dass die kleine Graugans sofort die Herzen ihrer „Retter“ erobert hat: Diesem Blick kann ja wohl keiner widerstehen ... Nachdem sich das Küken nicht davon überzeugen ließ, wieder zu seiner Gänsefamilie zurückzuschwimmen, brachten ihn die Ramminger Badegäste zu einer Tierärztin, wo er jetzt artgerecht aufwachsen kann und von deren Tochter Johanna liebevoll betreut wird.
Bild: Stefan Fischer

Plus Wie eine Rettungsaktion am Ramminger Weiher alle Herzen erobert: Die Badegäste freuen sich, dass das goldige Küken artgerecht aufwachsen kann.

Da staunten die Clique und die Badegäste nicht schlecht, als sie den sonnigen Nachmittag am Ramminger Weiher genossen: Plötzlich kletterte – laut schnatternd – ein goldiges Gänsekücken bei den Steintürmen ans Ufer und gesellte sich einfach zu den Menschen. Alle waren sofort hingerissen von dem flauschigen kleinen Gänseküken. „Vermutlich eine Graugans“, meint der Bad Wörishofer Stefan Fischer, der hier gerne zum Baden geht.

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An der Rettungsaktion der kleinen Gans waren am Ramminger Weiher waren mehrere Badegäste beteiligt

Und dann begann die besondere „Rettungsaktion“, an der neben Stefan Fischer auch „Ela, die Ersthelferin“, „Barbara, die moralische Stütze“, „Gotthard, der Rettungsschwimmer“ und noch einige „Futterknechte“ mehr beteiligt waren – und die keiner von ihnen je vergessen wird. Anja und Tochter Sam brachten dann auch noch ein Nest mit, damit es der kleine Gänserich auch gemütlich hat ...

Doch bei aller Begeisterung für den knuddeligen Besucher am Ramminger Weiher: Alle versuchten, die kleine Gans davon zu überzeugen, dass sie doch am besten bei ihresgleichen auf der Brutinsel mitten im Weiher aufgehoben wäre. Nur – das Küken wollte davon gar nichts wissen: Alle Versuche, den kleinen Gänserich wieder zu seiner Gänsefamilie zurückzubringen, scheiterten: „Frodo Enton“, wie das Gänsekind „getauft“ wurde, blieb hartnäckig und schwamm einfach wieder zurück zu den Steintürmen, kletterte flugs das steile Ufer empor zu den Menschen am Ufer und gesellte sich munter schnatternd zu seinen neuen Spielgefährten, die sich natürlich nicht lange bitten ließen und ihn mit Seegras, Löwenzahn, Klee und sogar selbst gefangenen Fliegen verwöhnten.

Die kleine Gans wollte partout bei ihren neuen Menschen-Freunden am Ramminger Weiher bleiben

Zurück zu seiner Gänsefamilie wollte er nicht mehr, also brachte ihn die Ramminger Badegäste zu einem „Profi“: Die Tierärztin Elke Eichinger-Lein aus Wiedergeltingen kam dann an den See, erbarmte sich des geflügelten „Findelkinds“ und will ihn nun artgerecht großziehen. Und dort darf ihn das ganze „Rettungsteam“ immer wieder auch besuchen. Stefan Fischer staunte nicht schlecht, wie schnell und prächtig sich der kleine „Frodo Enton“ hier entwickelt: „Er frisst fleißig, putzt sich das Gefieder und spurtet auch mal ganz übermütig ein Stück die Wiese entlang, wobei er ganz wild mit seinen Mini-Flügelchen schlägt“, beschreibt der Gänse-Pate seine Eindrücke auch auf seinem Facebook-Account. Er und alle, die an dieser „Rettungsaktion“ beteiligt waren, sind froh über dieses „Happy End“: „Dem kleinen Frodo geht es ganz hervorragend – wie allen Lebewesen, die mit viel Liebe behandelt werden“, so Stefan Fischer.

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