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Freundeskreis Alt-Mindelheim

21.11.2016

In acht Jahren über 120 000 Euro beigesteuert

Sie bilden den neuen Vorstand des Freundeskreises Alt-Mindelheim (von links): Protektor und Bürgermeister Stephan Winter, Schatzmeister Thomas Riederle, Beisitzer Georg Bayer, Vorsitzender Richard Laeverenz, Schriftführer Bernhard Lutz, Beisitzer Manfred Schmid, Herbert Kugler, 2. Vorsitzender Andreas Spiegl, Beisitzer Hermann Schröther.
Bild: Maria Schmid

Wo immer etwas renoviert und erhalten wird, ist der Freundeskreis Alt-Mindelheim dabei

Wenn sich in Mindelheim in Sachen Restaurierung und Erhaltung schützenswerter Projekte etwas tut, dann ist fast immer der „Freundeskreis Alt-Mindelheim“ involviert. Das zeigte sich bei der Generalversammlung im Forum. Der bisherige Vorsitzende Manfred Schmid berichtete von der Renovierung der Xaveriuskapelle. Im Rahmen eines festlichen Abendlobes sei die Wiedereröffnung gefeiert worden. Der Freundeskreis habe das durch eine Spende von 30 000 Euro möglich gemacht. Die Renovierung der Antoniuskapelle verzögere sich leider um ein Jahr. Schmid sagte, im Vostand sei beschlossen worden, sich der Liebfrauenkapelle anzunehmen. Die letzte leere Nische – jene über dem Fünf-Wunden-Brunnen – werde wieder mit einer Statue bestückt. Das Original befinde sich derzeit im Eingangsbereich des Heimatmuseums. Im Mai dient es als Marienfigur beim Maialtar in der Stadtpfarrkirche. Die von Georg Bayer angefertigte Kopie werde in einem krönenden Abschluss der Renovierung in die Nische eingesetzt. Schmid betonte: „Die Liebfrauenkapelle ist eines der wertvollsten Kleinodien der Stadt.“ Für diese Kapelle erbrachte der Freundeskreis 70 000 Euro.

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Mit dem Beitrag zur Alten Fronfeste habe der Freundeskreis in den vergangenen acht Jahren ein Fördervolumen von insgesamt 123 000 Euro beigesteuert. Er dankte allen Spendern. Der Verein hat aktuell 254 Mitglieder. Schatzmeister Thomas Riederle berichtete über den Stand der Finanzen. Kassenprüfer Erich Schmidt bescheinigte eine einwandfreie Buchhaltung. So konnte Protektor und Bürgermeister Stephan Winter die Entlastung der gesamten Vorstandschaft durch die anwesenden Mitglieder verzeichnen.

Der gesamte Vorstand wurde neu gewählt

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Manfred Schmid kündigte an, der gesamte Vorstand müsse neu gewählt werden. Stephan Winter agierte als Wahlleiter. Da die Anwesenden alle Vorschläge für die Neuwahlen akzeptierten, konnte per Akklamation gewählt werden: Vorsitzender: Richard Laeverenz; 2. Vorsitzender: Andreas Spiegl; Schatzmeister: Thomas Riederle; Schriftführer: Bernhard Lutz; Beisitzer: Georg Bayer, Manfred Schmid, Herbert Kugler und Hermann Schröther. Kassenprüfer bleibt Erich Schmidt.

Zuvor verabschiedete Manfred Schmid den bisherigen Schriftführer Gerhard Frey und sagte herzlichen Dank für seine hervorragende Arbeit in den vergangenen Jahren. Alle einstimmig neu gewählten Vorstandsmitglieder nahmen ihr Amt an. Stephan Winter befand: „Der Freundeskreis wird niemals alt oder altmodisch. Er ist immer zeitgemäß. Es ist unsere Heimat. Jedem von uns fällt etwas ein, was ihn mit seiner Heimat, mit Mindelheim, verbindet.“

So gab der neue Vorsitzende Richard Laeverenz einen Ausblick auf die Aktivitäten des kommenden Jahres. Dazu hielt Hermann Schröther vom Städtischen Bauamt ein Referat über die Renovierung der Antoniuskapelle.

Er hatte die anfallenden Arbeiten aufgelistet und möchte auf jeden Fall alle Originalfiguren dort wieder aufstellen, natürlich gesichert. Im kommenden Jahr blickt der Freundeskreis auf 50 Jahre zurück. Dieses halbe Jahrhundert werde nicht schweigend übergangen, versicherte Laeverenz.

Eine ganz besondere Uhr

Ein weiteres Referat hielt Wolfgang Vogt vom Turmuhrenmuseum. Er war der Ansicht, auch Technikbesonderheiten seien Kulturdenkmäler. Er möchte eine besondere Uhr in Mindelheim aufstellen lassen, geschützt in einem Haus aus Stahl und Glas. Sie hat in einem Würfel vier verschiedene Zifferblätter. Dieses Technikdenkmal müsse für die Zukunft bewahrt werden.

Dekan Andreas Straub bedankte sich für die großzügige Spende für die Xaveriuskapelle. Er sprach die Bitte aus, der Freundeskreis Alt-Mindelheim möge auch weiterhin Renovierungen unterstützen.

„Es gibt keinen Schandfleck mehr“

Ein Höhepunkt des Abends war ein Film über Mindelheim von Peter Köstler, der vor 55 Jahren entstand, überarbeitet und mit der Musik „Die Moldau“ von Friedrich Smetana unterlegt wurde. Manfred Schmid sagte: „Wer mit wachen Augen diese DVD betrachtet hat, wird festgestellt haben, wie sehr sich dieses Alt-Mindelheim zum Schöneren und Gepflegteren hin gewandelt hat. Vieles – ja fast alles ist renoviert und erneuert worden, es gibt keinen Schandfleck mehr!“

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