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Natur

06.10.2017

Jetzt wird’s wild

Josef Lutz zeigt den schwarzen Hafer namens Zorro.
Bild: sid

In Bad Wörishofen beginnt die Hubertuswoche mit schwarzem Hafer namens Zorro und ähnlich Ungewöhnlichem

Natur, Wild, Jagd – die Hubertuswoche stimmt Besucher, Gäste und Schulklassen in Bad Wörishofen auf den Herbst ein. In diesem Jahr gibt es bei der Ausstellung „Unsere Wildtiere“ im Foyer des Kurhauses einiges Neues zu sehen. Die Farben „Schwarz“ und „Weiß“ haben dabei eine besondere Bedeutung. Mitorganisator Josef Lutz hat den „Weißen Emmer“ und den „Schwarzen Hafer“ entdeckt.

Der Emmer gehört zu den ältesten kultivierten Getreidearten. Ihren Ursprung hat sie im Nahen Osten, dort wird sie seit mindestens 10000 Jahren angebaut. In Europa werden Emmer und Einkorn während der frühesten neolithischen Besiedlung verbreitet. Durch die Ausbreitung des Ackerbaus kam der Emmer von Westpersien und über Ägypten, Nordafrika und den Balkan bis nach Mitteleuropa.

Der Emmer galt zur Römerzeit als „Weizen von Rom“. Erst ab der neuesten Zeit verlor er in Europa an Bedeutung; im Laufe des 20. Jahrhunderts stieg die Anbaufläche für Emmer jedoch wieder an. Durch natürliche Selektion entstand aus dem Emmer der Schwarze Emmer (Triticum dicoccon var. atratum). Dieser wird als Wintergetreide angebaut, da er einen höheren Ertrag hat als Emmer. UV-bedingte Mutationen sind beim Schwarzen Emmer kaum möglich, da er sich durch seine schwarze Färbung gut davor schützen kann. Aus diesem Grund ist er genetisch das beständigste Getreide. Die Schwarzfärbung wird durch Beta-Carotin verursacht.

Der „Schwarze Hafer“ mit dem Sortennamen „Zorro“ erinnert an den Helden der mexikanischen Legende vom Rächer für die Armen. Als Pferdefutter ist dieser Hafer von großer Bedeutung. Schon die Römer fütterten ihren „Streitrössern“ Hafer, um ihnen einen Extraschub an Energie für die schwere Arbeit zu geben.

Im Gegensatz zu Weizen, Gerste oder Mais hat Hafer den Vorteil, dass die darin enthaltene Stärke leichter verdaulich ist. Die unterschiedlichen Getreidearten sind auch in einem „Viel-Getreide-Früchte-Feld“ verdeutlicht, wie Sommergerste, Sommer Triticale (eine Mischung aus Roggen und Weizen, die ideale Fütterung), Sommer-Hafer, Sommer-Wicken, Erbsen, Bohnen und Sonnenblumen). Doch das ist nicht alles, was Josef Lutz heuer aufbietet.

Eine Vitrine zeigt verschiedenen Nadelbaumarten wie Kiefern, Tannen und Fichten mit den jeweiligen Zweigen, Zapfen und das auf dem entsprechenden Holz angebracht.

Das und noch vieles mehr gibt es in der traditionellen Hubertuswoche vom 7. Oktober bis Sonntag, 15. Oktober, zu sehen und zu erleben.

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