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Statistik

27.02.2015

Kälte lässt Arbeitslosenquote steigen

218 Menschen melden sich im Februar arbeitslos. Doch auch die Nachfrage nach Mitarbeitern legt zu

Schnee und Eis hatten im Februar auch den Arbeitsmarkt im Griff: So waren im Allgäu insbesondere aus Witterungsgründen mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Januar. Der Winter verhinderte vielfach Arbeiten im Freien und führte nochmals zu Arbeitslosmeldungen von Mitarbeitern aus Außenberufen. Daneben meldeten sich auch einige junge Menschen vorübergehend arbeitslos, die nach ihrer Ausbildungszeit von dreieinhalb Jahren vom bisherigen Betrieb nicht übernommen wurden.

Im Februar erhöhte sich die Arbeitslosenquote im Allgäu im Vergleich zum Januar um 0,1 Prozentpunkte, sie lag bei 3,7 Prozent. Vor einem Jahr erreichte der Vergleichswert 3,6 Prozent. Aktuell waren 12 994 Frauen und Männer bei den Vermittlern der Arbeitsagentur und in den sieben Jobcentern gemeldet, das sind 218 mehr als zum Jahresauftakt.

Bezogen auf das Unterallgäu ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent. Der Landkreis erreichte damit laut Arbeitsagentur bei der Arbeitslosenquote als einzige Region im Agenturbezirk eine Zwei vor dem Komma.

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Im Wirtschaftsraum Mindelheim belastete der Winter den Arbeitsmarkt ebenso wie im Allgäu: Aktuell waren 1226 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, elf mehr als im Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote erreichte mit 3,3 Prozent denselben Wert wie bereits im Januar. Im Februar 2014 lag das Ergebnis bei 3,2 Prozent.

Positive Signale sendete der Stellenmarkt. Arbeitgeber stellten knapp 500 Stellenangebote zur Verfügung. „Der Arbeitsmarkt war auch im Februar von Witterungseinflüssen geprägt. Daher verharrte die Arbeitslosenquote auf demselben Wert wie im Januar, denn Schnee und Eis verhinderten weiterhin viele Arbeiten im Freien“, sagt Alfred Falger, Leiter der Agentur für Arbeit Mindelheim. „Sobald die Temperaturen steigen, können die meisten der betroffenen Menschen wieder bei ihrem bisherigen Arbeitgeber die Arbeit aufnehmen.“

Im Februar meldeten sich nochmals 40 Mitarbeiter aus Baubetrieben sowie Transportgeräteführer neu arbeitslos. Weitere Kräfte kamen aus Hotellerie und Gastronomie sowie der Lebensmittelherstellung zu den Vermittlern. Insgesamt waren 218 Menschen neu von Arbeitslosigkeit betroffen, die zuletzt eine Beschäftigung ausgeübt hatten.

Auch im Februar boten sich Beschäftigungschancen auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Insgesamt nahmen 140 Menschen eine Tätigkeit auf und beendeten dadurch ihre Arbeitslosigkeit, die höchste Zahl der letzten drei Monate. Unter anderem starteten ein Friseur, ein Schweißer und ein Anlagenmechaniker in eine Beschäftigung.

Im Februar legte die Nachfrage nach Arbeitskräften deutlich zu. Betriebe meldeten 170 neue Beschäftigungsmöglichkeiten, 55 mehr als im Januar. Betriebe aus der Holzbearbeitung und der Verpackungstechnik suchten zusätzliche Kräfte. Das Handwerk hatte im Trockenbau sowie im Bereich Heizung, Sanitär und Klimatechnik Bedarf an Mitarbeitern. Daneben bot der Metallsektor Arbeitsplätze für Mechatroniker und Industriemechaniker an. Erzieher und Sozialpädagogen konnten ebenfalls unter einer Reihe von Angeboten wählen. Auch überregionale Vermittlungen sind immer wieder erfolgreich. Das zeigt sich am Beispiel eines Bauleiters, der in einem Architekturbüro in der Region eine neue Tätigkeit aufnahm.

Seit Einführung der sozialen Grundsicherung werden arbeitslose Menschen von der Agentur für Arbeit und im Jobcenter betreut. Im Februar gab es in beiden Bereichen im Ergebnis kaum Veränderungen. Die Arbeitsagentur betreute 905 Menschen, ähnlich wie im Januar. Die Jobcenter waren für 321 arbeitslose Menschen zuständig, zwölf mehr als im Januar. (mz, home)

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