1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. LED-Technik für 180 Laternen

Verkehr

13.02.2018

LED-Technik für 180 Laternen

Breitenbrunn tauscht die Technik seiner Straßenbeleuchtung aus – und spart damit Energie und langfristig auch Geld

Zu Gast bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Breitenbrunn war Josef Nersinger, Kommunalbetreuer der Lechwerke (LEW). Zusammen mit Bürgermeister Jürgen Tempel stellte er einen Plan für den Austausch in der Straßenbeleuchtung in Breitenbrunn und den zugehörigen Orten vor. Ziel war dabei, möglichst umfangreich LED-Technologie einzusetzen.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Zur Zeit sind in Breitenbrunn rund 22 Prozent der Straßenbeleuchtung mit LED-Technik ausgerüstet. Nach dem Umbau sollen es 73 Prozent sein. Insgesamt steht bei 178 Straßenleuchten ein Austausch an. Der Stromverbrauch sinke durch den Umbau von rund 76100 auf 35700 kWh, so Tempel.

Im Gemeindebereich befinden sich jedoch auch mehr als 70 Überspannleuchten, die nicht mit LED-Leuchtmitteln bestückt werden können. Sie müssten durch rund 100 neue LED-Masten ersetzt werden – was jedoch sehr kostenintensiv und deshalb nicht auf einmal möglich ist. Würde die Gemeinde dies auf einmal stemmen, würden Kosten von etwa 90000 Euro entstehen. Deshalb sollen vorerst nur 73 Prozent der Straßenbeleuchtung erneuert werden: Die Überspannleuchten werden gewartet und erst später bei Bedarf nach und nach ausgetauscht.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Dennoch zeigen auch die aktuell geplanten Änderungen ihre Wirkung: Mit der neuen Lichttechnik können 53 Prozent der Energiekosten eingespart werden und knapp 23 Tonnen CO2 im Jahr, wie Bürgermeister Tempel freudig mitteilte. Die LED-Leuchten ließen sich stufenlos regulieren. Sie seien so gesteuert, dass sie ab 22 Uhr nur noch mit 70 Prozent Leuchtintensität strahlen, ab 24 Uhr mit 50 Prozent und ab 5 Uhr morgens wieder mit 100 Prozent.

Die Gesamtkosten des LEW-Projektes belaufen sich auf 61180 Euro. Allerdings würden jährlich etwa 6907 Euro Energiekosten eingespart und die Wartungskosten pro Jahr wären auch geringer. Umgelegt auf acht Jahre, müsste die Gemeinde jährlich 1408 Euro bezahlen. Damit, so Tempel, hätte die Gemeinde mehr Spielraum für andere Investitionen. Da die LEW so viel Aufträge hat, dass mit Wartezeiten von neun Monaten gerechnet werden muss, kann die neue Straßenbeleuchtung nach Auftragserteilung erst im November installiert werden. Bei der Abstimmung waren schließlich alle anwesenden Gemeinderatsmitglieder für die Umstellung auf die umweltfreundlichere LED-Technik mit einer Ratenzahlung über die nächsten acht Jahre.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren