Kultur

22.08.2014

Lustvolle Oper

Gesanglich und schauspielerisch auf hohem Niveau präsentierten Julia Chafin (vorn) und Cornelia Lanz „Frauen, die brunchen“.
Bild: Glonner

„Frauen, die brunchen“ entpuppt sich als Höhepunkt des Sommers

Dass Frauen, die brunchen höchst amüsant sind, versteht sich – etwas Humor vorausgesetzt – von selbst! Wenn es sich dabei auch noch um so hochkarätige Künstlerinnen wie die hinreißende Mezzosopranistin Cornelia Lanz aus Stuttgart und die aus den USA stammende, charmante Sopranistin Julia Chalfin handelt, dann darf man kulturelle Spitzenklasse erwarten.

Das Publikum der Benefizveranstaltung im Kurtheater der Kneippstadt wurde nicht enttäuscht! „Frauen, die brunchen – Oper mal anders“, erwies sich als absolutes Sommerhighlight.

Souverän begleitet von der bezaubernden japanischen Pianistin Hisako Yoshikawa, zogen Lanz und Chalfin mit den anspruchvollsten Arien und Duetten der größten Komponisten wie Mozart, Händel, Beethoven und Verdi, sämtliche Register ihres gesanglichen und schauspielerischen Könnens. Die kreativ eingebauten deutschsprachigen Passagen ermöglichten auch dem Opernneuling totales Reinfinden in das raffiniert nach „Sex and the City“-Manier gestrickte Werk.

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Mit äußerst unterschiedlichen Einstellungen wie „Man darf sich nicht der Liebe beugen!“ die eine, „Für mich ist die Liebe heilig!“ die andere, gehen die attraktiven Protagonistinnen im Chat auf Suche nach ihrem Traummann. Dass er „süß und groß“ sein soll, „Augen wie Sterne und einen Knackarsch“ haben muss, darin sind sie einer Meinung. Träumerisch und doch mit überschäumendem Temperament schwärmen sie sich solange von ihrem „holden Gefährten“ vor, bis ihnen bei gegenseitiger Fotopräsentation ihres „Zukünftigen“ klar wird, dass sie beide auf dasselbe „Online-Raubtier“ reingefallen sind. Da ist Zickenkrieg vorprogrammiert, denn die Mädels hatten sich doch schon so auf das erste Date mit „ihm“ eingestellt, was die vielen Kondome in der voller Wut aufgerissenen Handtasche bewiesen.

Weil die jungen Damen nun aber nicht nur schön sondern auch klug sind, opfern sie im leidenschaftlichen Duell um „Mr. Right“ nicht etwa ihre Freundschaft, sondern liegen sich am Schluss im Duett – stimmig und stimmlich auf Höchstniveau – wieder in den Armen. Verdienter Applaus für faszinierende Unterhaltung! Der Erlös von 1810 Euro wurde von der Vorsitzenden des seit 120 Jahren bestehenden Kneippvereins Stuttgart, Brigitte Müller und deren Ehemann Winfried Beer, für das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach gespendet.

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