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Bad Wörishofen

08.08.2020

„MZ-Podiumsdiskussion stellte die Weichen“

Paul Gruschka (rechts) und Stefan Welzel bei der MZ-Podiumsdiskussion.

Beide Kandidaten sind sich einig: Die Podiumsdiskussion der Mindelheimer Zeitung zur Bürgermeisterwahl in Bad Wörishofen war wahlentscheidend.

„Meinungsbildung im Minutentakt“ titelte die Mindelheimer Zeitung über die MZ-Podiumsdiskussion im Kurhaus am Dienstag, 18. Februar. Die sechs Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten hatten jeweils eine Minute Zeit, um zu allen relevanten Fragen der Bad Wörishofer Kommunalpolitik Stellung zu nehmen.

Was beide Kandidaten heute zum Bürgermeister-Wahlkampf in Bad Wörishofen sagen

Heute sind sich sowohl der abgewählte Bürgermeister Paul Gruschka (FW) als auch Wahlsieger Stefan Welzel ( CSU) einig: „Die Podiumsdiskussion der Mindelheimer Zeitung war entscheidend für den Ausgang der Wahl.“

Der Wahlsieger blickt zurück: Plötzlich Bürgermeister

Heute weiß auch Paul Gruschka: Er hatte bei der Podiumsdiskussion im voll besetzten Kursaal nicht immer die allerbeste Figur abgegeben, hatte sich wohl einige Male zu schnell aus der Reserve locken und provozieren lassen. Er hätte sich daher gewünscht, dass es noch eine weitere Veranstaltung dieser Art vor der Stichwahl gegeben hätte. Dass dies in den Wirren der Corona-Krise nicht mehr zustande kam, habe ihm möglicherweise das Amt gekostet, denn so habe er nicht mehr im direkten Rededuell mit seinem Herausforderer die Unterschiede deutlicher herausarbeiten können, sagt Gruschka heute. Auch habe sich die CSU damals zu Beginn der Corona-Krise bayernweit im Aufwind befunden, was dem CSU-Kandidat Stefan Welzel vielleicht auch noch etwas Rückenwind gegeben habe, ist Gruschka überzeugt.

Der Verlierer der Stichwahl blickt zurück: Plötzlich nicht mehr Bürgermeister

Dass er bei der MZ-Podiumsdiskussion als heimlicher „Sieger“ gehandelt worden war, weiß auch Stefan Welzel (CSU). Schon unmittelbar nach der Veranstaltung im Kursaal hätte er oft gehört, dass er sich gut geschlagen habe: „Ich war einfach authentisch“, beschreibt Welzel heute, was ihn damals ausgezeichnet habe. Mit einer Mischung aus Lockerheit und der langjährigen Erfahrung als Kommunalpolitiker konnte er offenbar punkten – dass er sich auf diesen Abend entsprechend auch „gut vorbereitet“ habe, will Welzel gar nicht verschweigen.

Knapp 1000 Menschen drängelten sich damals im Kursaal, die Live-Übertragung im Internet wurde auch in den Tagen nach der Podiumsdiskussion noch von hunderten Interessierten angeklickt. MZ-Redaktionsleiter Johann Stoll und MZ-Redakteur Markus Heinrich fühlten den sechs Kandidatinnen und Kandidaten dabei gut zweieinhalb Stunden lang auf den Zahn.

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