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Markt Wald

13.06.2019

Musik verbindet beim Musikantentreffen in Markt Wald

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3 Bilder
Das fühlte sich ein bisschen an, wie in „Bella Italia“. Die Musikanten spielten in Markt Wald verschidene italienische Lieder.
Bild: Maria Schmid

Beim Musikantentreffen der Klangwerkstatt Markt Wald hatten Künstler und Zuschauer gemeinsam viel Spaß. Es wurde auch gejodelt und getanzt.

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert gibt es in Markt Wald das beliebte „Musikantentreffen“. Ist es doch die Musik, die Menschen aus aller Welt verbindet. Gemeinsam musizieren und das mit den unterschiedlichsten Instrumenten, das macht einfach Freude. Und das nicht nur den aktiven Musikern und Referenten, sondern auch den zahlreichen zuhörenden Gästen.

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In diesem Jahr fand dieses Treffen, das von André Schubert von der Klangwerkstatt Markt Wald initiiert wird, wieder in der Christoph-Scheiner-Grundschule statt. Heiter, bunt und mit dem besonderen Flair von alten und modernen Instrumenten gestaltet, macht es riesigen Spaß.

Schon auf der Treppe zur Schule hinauf machten die Gerüche von ofenfrischen Pizzen Lust auf Genuss. Dazu sang Christoph Pelgen romantische italienische Lieder wie „Romagna Mia“ oder „Santa Lucia“. Unterstützt wurde er erst von zwei, dann von immer mehr hinzugekommenen Instrumentalisten.

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Den lauen Sommerabend genießen bei einer guten Pizza, passendem Wein und Gesang, das erfreute der Menschen Herz.

Norbert Hauer gab den Gästen des Musikantentreffens in Markt Wald einen Jodelkurs

In der Schulturnhalle warteten große Birken, hübsch mit bunten Bändern dekoriert, auf die Gäste. Hier war es schließlich Norbert Hauer aus dem Waldviertel, ein niederösterreichisches Urgestein in der Volksmusikszene, der mit seinem Akkordeon nicht nur gute Laune verbreitete. Er brachte den Gästen das Jodeln bei und das durchaus mit Erfolg. Julia Prömmer, ebenfalls Österreicherin, unterstützte ihn mit ihrem Harfenspiel.

Als Alan James aus Schottland mit seiner Frau und immer mehr Musikanten zum „Ceiligh“ einlud, gab es für die Gäste kein Halten mehr. Sie strömten auf die Tanzfläche und hatten ihre helle Freude am schottischen Volkstanz mit den verschiedensten Formationen. Sie hüpften, sprangen, stampften, lachten und tanzten mit dem größten Vergnügen im Kreis. Für den Veranstalter André Schubert, der mit einem kräftigen Bartwuchs auftrat – bereit für das „Historische Marcktfest“ – stand es fest, dass es wieder ein gelungenes Musikantentreffen war. Er sagte: „Das wir die Schule seit einigen Jahren von der Marktgemeinde zur Verfügung gestellt bekommen, das ist einfach grandios. So konnten wir auch eine „Session-Ecke“ einrichten, in der einzelne Musiker oder Gruppen ebenfalls musizieren können. Außerdem können wir in den Schulräumen miteinander arbeiten.“ Es sei inzwischen nicht nur in Deutschland eine große Fangemeinde der „Folk-Musik“ entstanden. Er sagte, es seien Musiker aus Schweden, Schottland, Österreich und natürlich aus ganz Deutschland aktiv dabei. Man treffe sich auch an anderen Orten immer wieder.

Internationale Gäste in der Klangwerkstatt Markt Wald

Er kündigte nach dem „Ceiligh“ eine Überraschung an. Zwei junge syrische Künstler, Deaa Alrehani aus München und Tarek Akhawani aus Mindelheim gaben nicht nur zwei gemeinsam gespielte syrische Songs zum Besten. Tarek Akhawani zeigte sich mit weißer Maske als Roboter oder als Schlangenmensch. Seine Bewegungen waren abgehackt oder fließend und dann wieder akrobatisch. Das gefiel den Gästen sehr. Die beiden erhielten für ihren Auftritt sehr kräftigen Beifall. Kennengelernt hatten sie sich beim Syrischen Friedenschor in München und gemeinsame Auftritte beschlossen.

Milton Sánchez betrat die Tanzfläche mit seiner Andenharfe. Er lebt in München und baut sie selbst. Sie hat einen großen Resonanzkörper und einen härteren Klang. Das käme daher, so André Schubert, dass er die Saiten mit seinen langen, kräftigen Fingernägeln zupfe. Schließlich durfte wieder getanzt werden. Dazu hatten Christoph Pelgen mit seinem Sopransaxophon und André Schubert an der Harfe eingeladen.

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