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Benefiz

15.10.2012

Noten und Banknoten für die Kreisklinik

Ein heiterer musikalischer Abend, bei dem „gsunga, gspielt und gschwätzt“ wurde. Die Besucher spendeten 1835 Euro

Mindelheim Mit Musik geht bekanntlich alles besser – so auch das Einsammeln von Spenden, wie das Benefizkonzert des Fördervereins der Kreisklinik Mindelheim im Stadttheater bewies. Die zahlreichen Besucher zeigten sich freigiebig und legten, beflügelt von den musikalischen Noten, Noten aus Papier in Höhe von 1835 Euro in die bereit gehaltenen Körbchen.

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Sie drückten damit nicht nur ihre Wertschätzung für die Klinik aus, sondern auch ihren Beifall für den heiteren Abend. Schon das Motto wies auf die Bodenständigkeit des Programms hin: „Gsunga, gspielt und gschwätzt“ wurde da ausschließlich von bewährten heimischen Gruppen.

Julia Schuhwerk las aus den Gedichten ihres Großvaters

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Die Dirlewanger Tanzlmusik spielte flotte Weisen mit Klarinetten, Akkordeon, Gitarre, Bass und Tuba, und schade war da nur, dass die Zuhörer brav sitzen bleiben mussten und nicht tanzen durften. Julia Schuhwerk las aus den hintersinnigen, lustigen, poetischen Gedichten ihres Großvaters Poldl Schuhwerk. Ob es da ums Sparen ging oder um die Feinheiten der schwäbischen Mundart, um einen Aufruf zur Zivilcourage oder um die Vergänglichkeit alles Irdischen – aus jeder Zeile sprachen der feine Humor und die Nachdenklichkeit des verstorbenen Türkheimer Poeten. Julias Vortragskunst und ihrer Liebe zu Schuhwerks Gedichten ist es zu verdanken, dass seine Werke lebendig bleiben, denn Mundart braucht, wie der Name schon sagt, den Mund, das heißt, die gesprochene Sprache.

Die Dritten im Bunde der auftretenden Künstler waren die Mindel Harmonists, die gleich zu Beginn einen kleinen, grünen Kaktus auf die Bühne trugen und damit demonstrierten, was die Uhr geschlagen hatte. Sie gaben sich diesmal allerdings vorwiegend seriös und erfreuten mit Liedern über Freundschaft, Liebe und die Sehnsucht nach einem „kleinen bisschen Glück“.

Georg Steber führte gut gelaunt durchs Programm und bekannte seine enge Verbindung zur Mindelheimer Klinik, in der er zur Welt gekommen ist, für die er fünf Jahre lang gearbeitet hat und in die er heute seine Patienten schickt – und sich freut, wenn sie gesund zurück kommen.

In der Pause konnten die Besucher im Foyer eine kleine Fotoausstellung aus der Geschichte der Klinik bewundern. Dort durften sie sich auch davon überzeugen, dass ihre Spenden sinnvoll verwendet werden: Ein hochmodernes Bett mit Lagerungshilfen für Schwerkranke war aufgestellt und wurde demonstriert.

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