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Gemeinderat

22.11.2018

Riesentraktoren schaden den Feldwegen

Bei den Friedhofsgebühren sah der Gemeinderat nach elf Jahren Anlass für eine moderate Anhebung. Diese Urnenstele wurde jetzt neu errichtet.
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Bei den Friedhofsgebühren sah der Gemeinderat nach elf Jahren Anlass für eine moderate Anhebung. Diese Urnenstele wurde jetzt neu errichtet.

In Amberg soll jetzt festgelegt werden, welche Wege künftig so ausgebaut werden, dass sie den schweren und breiten landwirtschaftlichen Fahrzeugen standhalten können

Groß, breit und imposant kommen sie daher: die landwirtschaftlichen Fahrzeuge der neuen Generation, so als ob sie nach der Devise breiter, höher, schwerer gebaut worden wären. Auf Kreis- und Ortsstraßen passen die Riesentraktoren und die Anhänger nur noch mit Mühe – geschweige denn auf die Feldwege, die sie zur Bewirtschaftung der Äcker befahren.

Die Folge: die Gemeinden haben mehr als genug damit zu tun, die von der Tonnage beschädigten Wege immer wieder instand zu setzen. Doch derartige Flickschusterei ist natürlich keine Lösung von Dauer. Und so sinnt man nicht erst seit gestern auf Lösungen.

Vor Jahresfrist stand die Schaffung eines sogenannten Kernwegenetzes auf der Tagesordnung der „ILEK“-Gemeinden Lamerdingen (Landkreis Ostallgäu), Hiltenfingen und Langerringen (beide Landkreis Augsburg) sowie Hurlach, Igling und Obermeitingen (alle Landkreis Landsberg am Lech), die nach einem gemeinsam erarbeiteten „integrierten ländlichen Entwicklungskonzept“ über kommunale Flurgrenzen hinaus miteinander kooperieren.

Dazu gehören auch zu soliden Straßen aufgerüstete Feldwege, die ausschließlich der Landwirtschaft vorbehalten sind. Auf der jüngsten Amberger Gemeinderatssitzung ging es um die Frage der Priorisierung, denn selbstverständlich können nur einzelne Wege so ausgebaut werden.

In Abstimmung mit dem Arbeitskreis Landwirtschaft entschied der Gemeinderat zugunsten des Weges, der aus Richtung der Dillishauser Straße unmittelbar vor der Ortsgrenze mit Buchloe auf die Kreisstraße zwischen Amberg und Buchloe mündet. Der Gemeinderat verspricht sich hiervon eine deutliche Entlastung des innerörtlichen landwirtschaftlichen Verkehrs, der künftig diese Route weit außerhalb nutzen kann, um etwa mit dem geernteten Mais auf direktem Weg Biogasanlagen anzusteuern.

Billig ist die Ertüchtigung eines Feldweges zu einer solchen Straße für die Landwirtschaft mit 4,50 Meter Breite nicht. Von 420 000 Euro Gesamtkosten geht der Gemeinderat aus, die allerdings zu 65 Prozent bezuschusst werden können.

Bei der Anpassung der Friedhofsgebühren, die auch auf der Tagesordnung der Sitzung standen, ging es um wesentlich kleinere Zahlen. Doch eine moderate Anhebung erschien dem Gemeinderat hier notwendig, nachdem die Gebührensatzung seit 2007 unverändert besteht. Neu hinzu gekommen sind die Bestattung in einem Urnensammelgrab und in der neu errichteten Urnenstele. Für die Nutzungsdauer von zehn Jahren erhebt die Gemeinde hier eine Gebühr von insgesamt 120 beziehungsweise 240 Euro.

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