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Bad Wörishofen

10.09.2020

Schwermer-Schließung: Wörishofers Bürgermeister zeigt sich kämpferisch

Der Unternehmenssitz samt Produktion von Schwermer in Bad Wörishofen.
Bild: Markus Heinrich

Plus Bad Wörishofens Rathauschef Stefan Welzel setzt sich für einen Erhalt der Marke und eines Teils der Arbeitsplätze ein.

Zum Jahresende schließt das Traditionsunternehmen Schwermer in Bad Wörishofen. Die Eigentümer der Heidi Chocolat Schwermer GmbH, wie die Firma seit der Übernahme 2017 heißt, sprechen bereits mit potenziellen Investoren über den Verkauf des Firmensitzes im Bad Wörishofer Stadtteil Gartenstadt. Bad Wörishofens Bürgermeister Stefan Welzel ( CSU) versucht derweil, eine Lösung für den Erhalt der Marke und Teilen der Produktion zu finden.

Die Situation bei Schwermer beschäftige die Stadtverwaltung von Bad Wörishofen nach eigenen Angaben schon seit mehreren Wochen. Bürgermeister Stefan Welzel (CSU) berichtete am Donnerstag, er stehe seither mit seinen Mitarbeitern aus den Bereichen Bau und Wirtschaftsförderung in engem Kontakt mit der Geschäftsführung der Süßwaren- und Pralinenmanufaktur. „Es war abzusehen, dass die Entwicklungen rund um die Corona-Krise ihren Tribut zollen. Dass dies nun die Firma Schwermer treffe, war noch vor einem halben Jahr so nicht absehbar“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Bad Wörishofen.

Veränderungen hätten sich bereits im Mai abgezeichnet, so Welzel, wenngleich nicht in dieser Tragweite

Bereits im Mai habe er im Rahmen seiner Gespräche mit Wirtschaftsvertretern Kontakte zu Geschäftsführer Friedrich Plail geknüpft, berichtet Welzel. Damals hätten sich bereits Veränderungen abgezeichnet, wenn auch nicht in der aktuell diskutierten Tragweite. „Ich hatte gleichwohl schon im Juli die Thematik im neu ins Leben gerufenen Strategieausschuss behandelt“, sagt Welzel. Wegen der sensiblen Thematik sei dies nichtöffentlich geschehen. Nach der Sommerpause hätten „die Entwicklungen deutlich an Dynamik zugenommen“.

Bürgermeister Stefan Welzel setzt sich für den Erhalt von Teilen der Produktion bei Schwermer ein.
Bild: Maria Schmid

Seither habe es mehrere persönliche Gespräche sowie eine Vielzahl von Kontakten per Telefon, Mail und Kurznachrichten gegeben, so Welzel. „Das Interesse der Stadt sind natürlich die Arbeitsplätze und die Marke, für die das traditionsreiche Produkt steht“, betont Welzel.

„Wir geben nicht auf“, sagt Welzel

Die Stadt wünsche sich deshalb einen Fortbestand der Marke sowie den Erhalt zumindest eines Teils der Produktion und der Produktpalette. Darüber sind sich der Bürgermeister und der Wirtschaftsförderer Tim Hentrich einig. „Wir geben auch jetzt noch nicht auf“, zeigt sich Welzel kämpferisch. Gemeinsam mit seinem Mitarbeiterstab begleitet er seither die Entwicklungen bei Schwermer. Der Kontakt sei offen und vertrauensvoll. „Das macht es uns leichter, verschiedene Zukunftsszenarien auch aus städtischer Sicht zu entwickeln.“ Der Ball sei jetzt im Feld möglicher Fortführungsinteressenten. „Die hierfür nötigen Rahmenbedingungen werden wir seitens der Stadt bestmöglich begleiten“, betont Wirtschaftsförderer Tim Hentrich. (mz, m.he)

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