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Energie

04.08.2017

Strom aus der Wertach für 22 000 Haushalte

Das frühere UPM-Wasserwerk gehört jetzt Erdgas Schwaben.
Bild: Benesch

Das frühere UPM-Wasserkraftwerk hat neuen Besitzer. Kraftwerk soll unverändert weiter betrieben werden

Das Wasserkraftwerk an der Wertach hat einen neuen Besitzer: Der regionale Energieversorger Erdgas Schwaben hat das Wasserwerk dem Biofore-Unternehmen UPM abgekauft und will so ein „Zeichen für Umwelt und Klimaschutz“ setzen. Über den Kaufpreis werden keine Angaben gemacht.

Schon im Frühjahr unterzeichnete Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer des regionalen Energieversorgers Erdgas Schwaben, die Kaufverträge für insgesamt vier Wasserkraftwerke. Bisher gehörten die Kraftwerke in Schongau und Ettringen UPM.

Mit den Kraftwerken, die Wasser des Lechs beziehungsweise der Wertach für die Energiegewinnung nutzen, baut Erdgas Schwaben sein Geschäftsfeld regenerative Energie-Erzeugung aus. Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer Erdgas Schwaben: „Ich freue mich sehr, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, die Wasserkraftwerke zu erwerben. Sie passen genau in unsere Strategie.“

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Der Verkauf und die entsprechenden Verträge bedürfen noch der Zustimmung der Behörden. Auf Anfrage der Mindelheimer Zeitung teilte das Landratssamt Unterallgäu mit, dass die für die Wasserkraftnutzung relevante Bewilligung mit dem Verkauf automatisch an erdgas schwaben übergegangen sei. Eine weitere Prüfung erübrige sich daher. Die Bewilligung gelte also weiterhin mit genau dem gleichen Benutzungsumfang wie bisher. Eventuelle Benutzungsänderungen sind dem Landratsamt demnach nicht bekannt.

Die Laufwasserkraftwerke erzeugen im Jahr 65 000 Megawattstunden (MWh), das heißt damit können gut 22 000 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Regenerative Energien spielen laut Pressemitteilung im Portfolio von Erdgas Schwaben eine große Rolle. Neben Strom aus 100 Prozent Wasserkraft biete Erdgas Schwaben mit seiner 100-prozentigen Tochtergesellschaft Schwaben regenerativ auch Bio-Erdgas an.

Da der Verkauf noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist und noch dem abschließenden Okay der Behörden bedarf, habe das Unternehmen laut Pressesprecherin Cornelia Benesch noch keine konkreten Detailmaßnahmen ausgeplant, weder für das Kraftwerk noch für das naturnahe Umgehungsgewässer.

Benesch: „Sollte eine Pflege der Organismen-Wanderhilfe notwendig sein, werden wir natürlich versuchen, dies in unseren Maßnahmenplan zu integrieren. Und selbstverständlich werden wir auch überprüfen, ob es ökologisch und ökonomisch vertretbare Möglichkeiten gibt, das bestehende Kraftwerk zu betreiben. Stand heute läuft das Kraftwerk unverändert weiter.“

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