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Bad Wörishofen

25.11.2020

Thermen-Eigner übernimmt Heilwasserquelle der Stadt Bad Wörishofen

Die Therme Bad Wörishofen. Das Heilwasser stammt aus der benachbarten Venusquelle.
Foto: Therme

Plus Mit der Venusquelle begann vor fast zwei Jahrzehnten das Thermalwasserzeitalter in der Kneippstadt Bad Wörishofen. So bewerten Stadt, Landkreis und Thermen-Chef Jörg Wund die neue Situation.

Mit der GT1 begann das Thermalzeitalter in der Kneipp-Kurstadt Bad Wörishofen. Die Quelle war die Grundlage dafür, dass ein Thermalbad am Ort mit eigenem Wasser entstehen kann. Die Therme Bad Wörishofen speist sich bis heute aus dieser Quelle, die der mittlerweile verstorbene Investor Josef Wund einst werbewirksam „Venusquelle“ taufte. Diese Venusquelle hat nun den Besitzer gewechselt.

Seit fast zwei Jahrzehnten liefert die Venusquelle nun schon Thermalwasser aus etwa 1100 Metern Tiefe. Damit hat sich sogar ihre größten Kritiker überzeugt, welche aufgrund der zwischenzeitlich schwächelnden Ausbeute gar eine Austrocknung befürchteten. Auch aus diesem Grund entschloss sich die Stadt damals, noch eine zweite Bohrung in Angriff zu nehmen. Die rund 2600 Meter tiefe GT2 war am Ende aber nicht als Ersatz zu gebrauchen. Trotz hoher Investitionen ist es nie gelungen, das geförderte Wasser so aufzubereiten, dass es nach deutschem Gesetz als Badewasser genutzt werden darf. Die Venusquelle dagegen sprudelt munter weiter – nun unter der Verantwortung von Thermen-Eigner Jörg Wund. „Um die Stadt zu entlasten, geht der Betrieb mit allen Risiken zukünftig auf die Therme Bad Wörishofen über“, teilte die Stadt Bad Wörishofen am Mittwoch mit. Das staatlich anerkannte Heilwasser mit seiner sehr hohen Gesamtmineralisation von mehr als 2200 Milligramm je Liter ist als fluoridhaltige Mineraltherme klassifiziert. Den Pumpvorgang und die Wasseraufbereitung übernahmen bisher die Stadtwerke Bad Wörishofen.

Landrat Alex Eder (von links), Thermen-Eigner Jörg Wund und Bürgermeister Stefan Welzel in der Therme zur Übertragung der GT1, der Venusquelle, der ersten Bohrung in Bad Wörishofen zur Förderung von Thermalwasser. Wund übernimmt die Quelle.
Foto: Stadt Bad Wörishofen

„Für die Therme ist dieses Heilwasser eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zu anderen Bädern, die mit normalem Stadtwasser betrieben werden, sich aber trotzdem Therme nennen, weil dieser Begriff nicht geschützt ist“, teilt Jörg Wund in der gemeinsamen Erklärung mit. Auch Bad Wörishofens Bürgermeister Stefan Welzel (CSU) findet positive Worte für die Übertragung, für die der Stadtrat nun grünes Licht gegeben hat: „Die zahlreichen Gespräche der letzten Monate haben zu einem für alle Seiten guten Ergebnis geführt“, so Welzel. „Die Therme wird damit in die Lage versetzt, künftig betriebsspezifisch Thermalwasser zu fördern.“ Ebenfalls erfreut über den Ausgang der Verhandlungen ist Landrat Alex Eder (FW), der sich bereits im Vorfeld für die Lösung ausgesprochen hat. Das Landratsamt stimmte dem Vertrag als Kommunalaufsicht ebenfalls zu. „Ich befürworte die Einigung ausdrücklich“, so Eder in der Erklärung. Für die GT 2 gibt es seit dem Sommer 2019 den Beschluss, diese aufzugeben und zurückzubauen.

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