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Wirtschaft

22.10.2013

UPM verkauft Papiermaschine

Die Aviretta GmbH will am Standort Ettringen Verpackungspapiere herstellen

Ettringen Die Aviretta GmbH plant die Papiermaschine 4 in Ettringen von UPM zu erwerben und umzubauen. Die Firma mit Sitz in Stockdorf ist erst am 1. August diesen Jahres gegründet worden, einziger Gesellschafter ist Carl Pawlowsky. Er sei jedoch kein Mitarbeiter des Hauses, wie Winfried Schaur, General Manager UPM Schongau & UPM Ettringen, auf Anfrage der MZ betont. Jedoch sei er im Umfeld tätig und bestens informiert gewesen.

Laut einer UPM-Presseerklärung sei das Ziel der neuen Firma, auf dieser Maschine künftig Verpackungspapiere herzustellen. Die geplante Produktionskapazität würde sich auf etwa 210000 Tonnen Verpackungspapiere pro Jahr belaufen.

Maschine soll am Standort Ettringen verbleiben

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Die PM 4 würde am Standort Ettringen verbleiben und es ist geplant, dass das UPM-Werk Ettringen bestimmte Dienstleistungen für Aviretta erbringen soll. UPM wäre an diesem Unternehmen aber nicht beteiligt.

Anfang April 2013 hat UPM die dauerhafte Schließung der Papiermaschine 4 im Werk Ettringen bekannt gegeben. Die anhaltend schwierige europäische Wirtschaftslage habe den Papierverbrauch im Segment der grafischen Papiere signifikant beeinträchtigt.

155 Arbeitsplätze standen damals auf dem Spiel. Laut Schaur seien einige Kollegen in Altersteilzeit gegangen, einige konnten bei UPM in anderen Betrieben weiter beschäftigt werden und rund 120 musste man ausstellen. Sie hätten überwiegend aber auch sofort Anschlussarbeitsstellen gefunden. Bei UPM sind heute noch 220 Mitarbeiter in Ettringen beschäftigt.

Umbau der Papiermaschine in Verpackungsmaschine begrüßt

„Wir sehen den Plänen von Aviretta, die Papiermaschine 4 in eine Verpackungspapiermaschine umzubauen, positiv entgegen. Mit diesem Set-up könnte man Synergien realisieren, die beiden Vertragspartnern zugutekommen würden. Eine sorgfältige Analyse und die weiteren Gespräche der nächsten Wochen werden zeigen, ob sich das Projekt in dieser Form realisieren lässt“, so Werksleiter Schaur.

Konkrete Zahlen über neue Mitarbeitereinstellungen wollte Schaur gestern Abend nicht nennen. Das solle der Gesellschafter Carl Pawlowsky selbst übernehmen. Dieser war allerdings gestern nicht zu erreichen. (ara)

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