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Vergabe der Meisterbriefe in Mindelheim

30.11.2017

Unabhängig und kreativ den eigenen Weg gehen

59 junge Landwirtschaftsmeister aus ganz Schwaben bekommen in Mindelheim ihre Urkunden

59 Landwirtschaftsmeisterinnen und Meister aus ganz Schwaben bekamen jetzt im Mindelheimer Forum ihre Meisterbriefe. In seinen Grußworten, die er auch im Namen des Landkreises überbrachte, lobte Mindelheims Bürgermeister Stephan Winter die Landwirtschaft als „zukunftsfähige Branche“.

Investoren stürzen sich auf Acker und Grünland

Auf die „Perspektive für die bayerische Landwirtschaft 2030“ warteten die Absolventen gespannt. So lautete das Thema der Rede von Jakob Opperer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Er sieht die Landwirtschaft inmitten der Gesellschaft. Prognosen und scheinbar feste Tendenzen hätten sich immer wieder überholt, wie hohe Energiepreise und das einige Europa. Die aktuelle Zinsentwicklung habe viel Geld locker gemacht. Investoren würden sich auf Land stürzen. Roboting und Digitalisierung hätten sich auch in der Landwirtschaft etabliert. Das Wissen halte nurmehr kurz. „Etwas neues Lernen kann Freude sein und fördert die Persönlichkeitsentwicklung“, stimmte Opperer auf die Fortentwicklung ein. Allen Absolventen wünschte er, selbstbewusst aufzutreten. „Ihr habt allen Grund dazu, euch nicht alles in die Schuhe schieben zu lassen.“

Jakob Opperer forderte die neuen Landwirtschaftsmeister auf, stets in Kontakt mit der Bevölkerung zu bleiben. Als besonders wertvoll erachtet er Verbundnetze zwischen Erzeugern und der Bevölkerung. Jeder habe die Chance, seinen eigenen Weg unabhängig und kreativ zu gehen. Allen Absolventen wünschte er, die Schönheit des Lebens zu erkennen.

Hoher Einsatz und viel Lernarbeit

Hoher Einsatz und viel Lernarbeit habe die Meister fit gemacht für die anstehenden Herausforderungen, gratulierte die Bezirksbäuerin vom Bauernverband, Christiane Ade. Die Meisterbriefverleihung zeige der Gesellschaft, wie vielfältig und fachlich hochwertig die Ausbildung ist. Meist würden die Meister einen landwirtschaftlichen Betrieb weiterführen und das Lebenswerk der Eltern übernehmen. „Ihr Tun und Handeln bezeichnet Heimat“.

Eine sich ständig rationalisierende Landwirtschaft erkannte Karlheinz Kilian, Vorsitzender des Verbandes landwirtschaftlicher Meister in Schwaben. Dieselbe Zahl von Arbeitskräften leiste ständig mehr. Dabei sollen Freizeit und Familienleben nicht auf der Strecke bleiben.

Die Meisterpreise übergab Ministerialrat Michael Karrer. Für ihn ist es der Idealweg, dem eigenen Betrieb Zukunft zu geben. Der Meisterbrief stehe für eine Ausbildung in der Praxis.

Michael Rigl aus Arnhofen im Landkreis Aichach-Friedberg verlieh er den Goldenen Meisterbrief. Jungmeister Andreas Gast aus Waltenhofen blickte abschließend noch auf seinen Weg zum Landwirtschaftsmeister zurück.

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