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Mindelheim

12.02.2020

Vom Glück einer Schulleiterin

Simone Frischholz in ihrem Büro in der Mindelheimer Mittelschule. An der Wand hängt ein Plakat der Disney-Produktion „König der Löwen“. Die Pädagogin hat einige Zeit im Disneyland bei Paris gearbeitet.
Bild: Stoll

Plus Seit Sommer leitet Simone Frischholz die Mittelschule Mindelheim. Warum sie den Schritt keine Sekunde bereut hat und was sie noch alles vorhat.

Seit August 2019 leitet Simone Frischholz die Mittelschule Mindelheim. Sie hat es noch keinen Tag bereut – trotz der großen Verantwortung und dem Mehr an Bürokratie, das ihre neue Aufgabe mit sich gebracht haben. „Ich hatte aber auch einen Riesenvorteil: Ich kenne den Großteil des Kollegiums und ich weiß, dass ich mich auf alle verlassen kann“.

Es sei exakt die richtige Entscheidung gewesen, die Schulleitung in Mindelheim zu übernehmen, erzählt die 44-Jährige, fügt aber an, dass sie schon länger überlegt hat, weil sie selbst Mutter von zwei Kindern ist und sie auf jeden Fall genügend Zeit für sie haben will.

Die Kolleginnen haben ihr den Start in Mindelheim erleichtert

Den Einstieg erleichtert haben ihr vor allem ihre Stellvertreterin Elfriede Röthinger und die Schulsekretärin Antonie Wilhelm. Beide seien „superfit“. Von ihrer Erfahrung habe sie sehr profitiert. Dass beide am Ende des Schuljahres in den Ruhestand gehen, schmerzt sie aber schon heute. Auch das Schulamt hält engen Draht und unterstützt sie, wo es geht. Nicht zuletzt stimmt sie ein Loblied auf den Hausmeister Thomas Havenith an. Er sieht die Arbeit selbst und packt an. Ein größeres Lob kann es eigentlich nicht geben.

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Ein offenes Ohr hat auch die Stadt für alle Anliegen. Mindelheim ist Träger der Schule. Weil die Schule stark auf Inklusion setzt, soll im nächsten Schuljahr ein Aufzug eingebaut werden.

Beim laufenden Umbau der Mensa muss sich die Schulleiterin auch mit Bauthemen vertraut machen. Jederzeit kann sie im Rathaus anrufen und nachfragen, und alle bieten ihr Unterstützung an. Als hilfreich hat sich auch ihr Zweitstudium zur Beratungslehrerin erwiesen. Ob Schullaufbahnberatung, ob Legasthenie oder Schulangst – in all diese wichtigen Felder hat Frischholz gute Einblicke gewonnen. Gelernt hat sie dabei auch Gesprächsführung. Und Kommunikation ist bei ihrer Aufgabe ja mit das Wichtigste. Mit ihrem Kollegium pflegt sie einen offenen Umgang, das sie ein Glück nennt. Mit allen Fachlehrern sind es rund 40 Lehrkräfte an der Schule, an der rund 350 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden. Was sie richtig begeistert, ist, dass alle mitziehen und auch für Mehrarbeit offen sind.

Ohne diese Offenheit wäre auch das Projekt nicht möglich, das im März umgesetzt wird. Die Überschrift lautet „Respekt vor Mensch und Natur“. Eltern und Elternbeirat machen mit, die Polizei und auch der Rotary-Club. Und am Ende feiern alle zusammen das Schulfest. Das Besondere aber ist eine Tanzeinlage von Lehrern, Schülern, Eltern auf drei Musikstücke, die Schülersprecher Christos Georgiadis und der Sänger Pat Wind einspielen. Alle kommen so miteinander in Kontakt. Simone Frischholz ist sicher, dass das den Zusammenhalt an der Schule fördert.

Praktische Erfahrungen sind der Schulleiterin in Mindelheim wichtig

Auch für das kommende Schuljahr hat sie sich schon ein Projekt vorgenommen. „Praxis bildet“ bereitet die jungen Leute aufs Berufsleben vor. Eine Woche lang bekommen die älteren Schüler in Kempten die Chance, verschiedene Berufe wie Schreiner oder Maler praktisch auszuprobieren.

Daran schließt sich dann ein einwöchiges Praktikum in einem Betrieb an. Jugendliche an anderen Schulen, die an diesem Projekt bereits teilgenommen haben, brechen nachweislich seltener ihre Lehre ab. Neben der Agentur für Arbeit wird das Projekt finanziell von der Regierung und der Stadt Mindelheim getragen, dem Aufwandsträger der Mittelschule.

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