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Handwerk

08.11.2017

Wahre Meister

Die besten Handwerksmeister: darunter Peter Morath aus Pfaffenhausen (nicht im Bild) und Alexander Sirch (hinten, 4.v.l.) aus Türkheim.
Bild: Schöllhorn/HWK

500 Frauen und Männer feiern ihren Titel – und so mancher einen besonderen Erfolg

Mehr als 1000 Gäste kamen in der Bigbox in Kempten zusammen, um die 500 frischgebackenen Meister des Jahres 2017 im schwäbischen Handwerk zu feiern. Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der schwäbischen Handwerkskammer (HWK) gratulierte den jungen Frauen und Männern, die ihre Meisterbriefe in Empfang nehmen konnten. Den 14 Jahresbestmeistern widerfuhr eine besondere Ehre. Ihnen gratulierte der beste deutsche Skispringer der letzten Jahre: Weltmeister und Gesamtweltcupsieger, Severin Freund. Zwei der Jahresbestmeister stammen auch aus der Region: Unter den Installateuren und Heizungsbauern konnte sich Peter Morath aus Pfaffenhausen durchsetzen, bei den Maurern und Betonbauern erzielte Alexander Sirch aus Türkheim einen Erfolg.

HWK-Präsident Hans-Peter Rauch lobte in seiner Festansprache seine jungen Meisterkollegen: „Sie haben hart dafür gearbeitet, diesen stolzen Titel tragen zu dürfen. Als absolute Spitzenkräfte des Handwerks haben Sie nun viele Möglichkeiten, Ihren weiteren Karriereweg zu gestalten.“ Mit dem Meisterbrief, so Rauch weiter, könnten die Jungmeister nun Führungspositionen übernehmen, als Betriebsleiter oder Ausbilder tätig werden und ein eigenes Unternehmen gründen und führen. Rauch, selbst „begeisterter Unternehmer“, warb intensiv für die Selbstständigkeit im Handwerk.

Die Abgeordneten forderte Rauch auf, die gegebenen Wahlversprechen einzuhalten. Er nannte dabei die Stärkung des Meisterbriefs, den Ausbau des Meisterbonus, die Steuerreform sowie die Gleichwertigkeit gewerblicher und akademischer Bildung.

Rauch ermunterte die Meister, sich neuen Herausforderungen zu stellen, gerade, was die Digitalisierung betrifft. An mehreren Beispielen zeigte er die Vorteile auf. Neben einer schnellen Kommunikation innerhalb einzelner Gewerke, die zum Beispiel am Bau zusammenarbeiten, werden künftig Prozesse in den Unternehmen, aber auch im Kontakt mit Lieferanten und Partnern auf digitalem Weg erfolgen. Dazu müsse allerdings auch die Infrastruktur passen. Hier übte Rauch scharfe Kritik: „Der vielfach umjubelte Deutschlandausbau mit schnellem Internet entpuppt sich in einigen Regionen als Mogelpackung, wenn es am Ortsrand und auf dem flachen Land nicht so funktioniert, wie es angekündigt wurde.“ Hier müsse schnell nachgebessert werden. (mz)

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