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Natur

29.01.2019

Wörishofer demonstrieren für den Schutz der Bienen

Die Bienen stehen derzeit im Mittelpunkt – in Bad Wörishofen sogar bei einer Demonstration.
Bild: Sven Hoppe/dpa

Zum Start des Volksbegehrens geht ein breites Bündnis auf die Straße. Die Grünen verweisen derweil auf den Bienenfreund Kneipp.

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ treibt in Bad Wörishofen offenbar zahlreiche Bürger um. Nun steht fest, dass es zum Start der Eintragungsfrist sogar einen Demonstrationszug in der Innenstadt geben wird. Auch die Bauern der Region befassen sich mit dem Volksbegehren – allerdings aus einem anderen Grund. Sie kritisieren den Entwurf zur Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetzes. Die Bauern sehen sich dadurch in ihren Rechten eingeschränkt und fürchten finanzielle Einbußen.

Eigentlich habe man nur eine kleine Aktion vor dem Rathaus geplant, teilt das neu gegründete Aktionsbündnis Bad Wörishofen mit. Nun allerdings habe das Thema „derart an Dynamik gewonnen“, dass eine Demonstration angemeldet wurde. Auch eine Kundgebung ist geplant. Die Unterstützer der Bienen treffen sich am Donnerstag, 31. Januar, um 9.45 Uhr auf dem Luitpold-Leusser-Platz vor dem Kurhaus in Bad Wörishofen. Dort gibt es eine offizielle Begrüßung, danach marschieren die Teilnehmer gemeinsam zum Rathaus – „mit Pauken und Trompeten, Trillerpfeifen und Rätschen“, wie die Organisatoren ankündigen. Vor dem Rathaus wird es dann um 10 Uhr eine Kundgebung geben.

„Wir können gemeinsam ein starkes Zeichen setzen“, finden die Organisatoren. „Wir stoppen das größte Artensterben seit den Dinosauriern.“

Mehrere Partien und Verbände gründen das Wörishofer Aktionsbündnis

Dem Aktionsbündnis Bad Wörishofen gehören derzeit der Bund Naturschutz, der Landesbund für Vogelschutz, der Verschönerungsverein Bad Wörishofen, ÖDP, Grüne und SPD an.

Das Aktionsbündnis sieht auch im Gesetzentwurf „neue Rahmenbedingungen für eine naturverträgliche Landwirtschaft“. Diese, so finden die Organisatoren, können auch „dem Höfesterben Abhilfe bringen“.

Auch die Bad Wörishofer Grünen haben sich in die erste Reihe derer gestellt, die für die Bienen kämpfen wollen. Paola Rauscher vom Bad Wörishofer Ortsverband ist sogar überzeugt: „Pfarrer Sebastian Kneipp würde beim Volksbegehren mitmachen.“

Kneipp, so berichtet sie, bekam einst von seinem Vater Bienen-Stöcke geschenkt. „Sebastian Kneipp war sehr glücklich über diesen Schatz“, sagt die Kneipp-Kennerin. Er schrieb sogar das „Bienenbüchlein“, das Rauscher als „populär-wissenschaftlich“ bezeichnet.

Das sagte Pfarrer Kneipp einst über die Bienen

Aus diesem Büchlein zitiert Rauscher den Satz: „Und wer kein Bienenliebhaber ist, dem darfst eine kräftig gute Besserung wünschen.“

Zudem habe Kneipp sich mit dem Honig und dessen „guten Eigenschaften für die kranke Menschheit“ intensiv befasst, zitiert Rauscher Kneipps Weggefährten, den Arzt Dr. Alfred Baumgarten.

Die Grünen vermissen in Bad Wörishofen „blühende Streifen an Gräben und Spazierwegen“, wie Rauscher kritisiert. „Wenn zehn Prozent aller Wiesen in Blühwiesen umgewandelt würden, würde dies den Bienen, anderen Insekten und damit uns guttun“, sagt sie.

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30.01.2019

Wer ist gegen Bienen - natürlich keiner; wer ist für Bienen - natürlich jeder! Nur ist es mit einer kalten Enteignung der Eigentümer getan? Wer keine Grundstück hat, hat eine Probleme. Doch wer soll die Entschädigung an die Eigentümer zahlen - der Steuerzahler? Der Natürliebhaber? Womöglich wieder der Autofahrer? Gut gemeint aber.......

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