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Bahnausbau

19.12.2014

Zentrale Frage Schallschutz

Das Unternehmen sucht den Dialog mit den Bürgern schon vor dem eigentlichen Planfeststellungsverfahren

Die Bahn sucht das Gespräch noch vor dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens. Im Mindelheimer Forum stellten sich vier Stunden lang die Planer der Ausbaustrecke München - Lindau den Fragen der Bürger. Gekommen waren rund 150 Interessierte, die vor allem Fragen rund um den Schallschutz bewegten.

Wie Projektleiter Matthias Neumaier am Rande sagte, sind insgesamt 13 solche Gesprächsforen mit den Bürgern geplant. Die Mindel-heimer Veranstaltung war die dritte „frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung“. Am 5. März 2015 findet eine ähnliche Veranstaltung für den Abschnitt Stetten statt, ebenfalls von 15 bis 19 Uhr.

Wie berichtet, plant die Bahn die Strecke München - Lindau zu elektrifizieren. Damit soll auch Güterverkehr in den Nachtstunden möglich werden. Anlieger der Bahnstrecke sind daher besonders an bestmöglichem Lärmschutz interessiert.

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Das Projekt sollte bei Vertragsabschluss im Jahr 2008 rund 210 Millionen Euro kosten. Im Jahr 2012 hat sich der Preis auf 310 Millionen Euro erhöht, nachdem die Bahn eine Vorplanung erarbeitet hat. Bund und Bayern haben im Mai 2013 grünes Licht für die Finanzierung gegeben. Für Mindelheim hat sich die Bahn aktive Schallschutzmauern zwischen Bahnhof und dem sogenannten Gleisdreieck abringen lassen. Stadt und ein Kreis engagierter Bürger hatten hier gemeinsam gekämpft. In der Kreisstadt herrscht denn überwiegend große Zufriedenheit über das Erreichte.

Allerdings sind nicht alle glücklich mit dieser Lösung, wie ein Bahnsprecher gegenüber der MZ sagte. Einigen, die direkt an der Bahnlinie wohnen, sind die geplanten Schallschutzwände zu hoch. Sie fürchten Verschattung. Wieder anderen sind sie nicht hoch genug. Hier einen Konsens zu finden, sei nicht leicht, sagte der Sprecher.

Auf dem Mindelheimer Treffen kritisierten wiederum einige Ramminger, dass sie nun benachteiligt würden, weil ihre Lärmschutzwand kürzer ausfällt als ursprünglich vorgesehen. Die Anregungen der Bürger wurden gesammelt und sollen bei der weiteren Planung berücksichtigt werden. Allerdings werden nicht alle Wünsche erfüllt werden. Schallschutz gibt es grundsätzlich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, erläuterte sinngemäß Projektleiter Matthias Neumaier.

An fünf Thementischen standen Experten für Fragen zur Verfügung. Unter anderem ging es um die Technik, den Umweltschutz, den Schallschutz und Fragen, woher der Strom für die Strecke kommt und ob die elektromagnetischen Felder Folgen für die Gesundheit haben. Der Bahnsprecher sagte, diese Form des Dialogs mit den Bürgern bewähre sich. Sie werde gut angenommen.

Das eigentliche Planfeststellungsverfahren soll im Januar an den Start gehen. Auch dann können Betroffene Einwendungen vorbringen. Die DB Netz als Bauherr hofft, dass durch die frühzeitige Einbeziehung der Bürger das Verfahren insgesamt rascher zu Ende kommt. Ende 2017 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. (jsto)

zum Projekt stehen im Internet auf der Seite www.abs48.com. Dort sind auch Karten

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