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Kommentar: Preiserhöhung fürs Türkheimer Freibad: Geringfügig ist anders

Kommentar

Preiserhöhung fürs Türkheimer Freibad: Geringfügig ist anders

Alf Geiger
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    Die Preise fürs Türkheimer Freibad steigen - und zwar nicht nur geringfügig, findet unser Kommentator.
    Die Preise fürs Türkheimer Freibad steigen - und zwar nicht nur geringfügig, findet unser Kommentator. Foto: Sabine Schaa-Schilbach (Archivbild)

    Na ja, 50 Cent. Das klingt erst mal nach wenig. Und doch sind es 17 Prozent Preiserhöhung für ein Erwachsenenticket. 15 Euro mehr für die Familiensaisonkarte – auch nicht so viel, dass dies gleich ein allzu großes Loch in die Familienkasse reißen wird. Aber das sind 20 Prozent mehr – und das ist alles andere als eine „geringfügige Erhöhung“. Unzumutbare soziale Härten wird es wohl nicht geben, da steht Bürgermeister Kähler im Wort.

    Gerade jetzt ist es kein gutes Signal, wenn auch noch die Heimatgemeinde an der Preisschraube dreht

    Dennoch hat der Türkheimer Gemeinderat eine Chance vertan – buchstäblich „ohne Not“. Gerade jetzt, wo alles dramatisch teurer wird, ist es kein gutes Signal, wenn auch noch die Heimatgemeinde an der Preisschraube dreht. Mehreinnahmen von 10.000 bis 15.000 Euro erhofft sich der Markt Türkheim. Ist es das wert, wenn das Freibad sowieso schon mit mehr als 200.000 Euro pro Saison zu Buche schlägt? Ein schlechter Sommer, und die Kalkulation ist Makulatur.

    Man stelle sich vor, der Türkheimer Gemeinderat hätte die geplante Preiserhöhung angesichts der von allen Seiten hereinprasselnden Preis-Schocks noch einmal verschoben. Das wäre ein aktuell passendes und wirklich bürgerfreundliches Signal gewesen von einer Gemeinde, die sich trotz Corona über sprudelnde Steuereinnahmen freut und auch sonst alles andere als knauserig ist. Schade.

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