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Eishockey

19.01.2021

Der ESV Kaufbeuren kann erst verspätet feiern

„75 Jahre ESVK“ – einzig ein Banner im Kaufbeurer Eisstadion kündete am Freitagabend vom Jubiläum des ESV Kaufbeuren. Zu feiern war nach der 1:4-Niederlage gegen Ravensburg keinem zumute „Eigentlich war geplant, dass ich gar nicht mit nach Weißwasser fahre.“
Foto: Harald Langer

Plus An seinem 75. Geburtstag verliert der ESV Kaufbeuren, holt zwei Tage später dafür aber einen Auswärtssieg. Für einen jungen Akteur war das ein besonderer Erfolg.

Dem Kater am Freitag folgte am Sonntag dann doch noch ein versöhnlicher Abschluss des Jubiläumswochenendes. Vom Gastspiel aus Weißwasser nämlich nahm der ESV Kaufbeuren am Sonntagabend durch einen 1:0-Sieg drei Punkte mit – und machte damit die 1:4-(1:0, 0:1, 0:3)-Niederlage vom Freitagabend gegen die Ravensburg Towerstars einigermaßen wett. Dabei feierte ein junger Spieler ein starkes Debüt.

Torhüter Maximilian Meier war am Samstag bereits auf dem Heimweg vom Training des ESV Kaufbeuren, als er einen Anruf mit weitreichenden Folgen bekam. Dem 21-Jährigen wurde nämlich mitgeteilt, dass er beim Auswärtsspiel des ESVK bei den Lausitzer Füchsen aufgrund der Ausfälle von Stefan Vajs und Jan Dalgic sein DEL2-Debüt geben würde. Bisher standen 24 Oberliga-Einsätze für den EV Füssen in der Karrierestatistik Meiers, dessen Wechsel nach Kaufbeuren vor zwei Wochen bekannt gegeben wurde.

Der Goalie wird sein Debüt nicht so schnell vergessen

„Eigentlich war geplant, dass ich gar nicht mit nach Weißwasser fahre“, verrät Meier. „Umso mehr habe ich mich dann natürlich gefreut, dass ich spielen darf und eine Chance bekomme, mich zu zeigen.“ Und der 21-Jährige wird sein Zweitliga-Debüt so schnell nicht vergessen. Beim 1:0-Sieg der Joker (Tor: Max Lukes) feierte Meier gleich einen Shutout. „Die Nervosität beim ersten Bully war schon groß. Aber je länger die Partie dauerte, desto ruhiger wurde ich“, erzählt Meier.

Kurz vor Schluss überstand der ESVK-Torwart zudem noch eine Schrecksekunde. Weißwasser-Stürmer Tomas Andres schob den Puck 30 Sekunden vor Spielende am leeren Tor vorbei. „Da hatte ich Glück“, gibt Meier zu. „Ich war auf der anderen Seite, als der Puck vor das Tor kam.“ Nun ja, ein bisschen Glück gehört eben auch dazu.

Lob vom Trainer für die Mannschaft und den Goalie

„Meine Mannschaft hat heute eine sehr gute Leistung gezeigt und dabei auch sehr diszipliniert gespielt. Wir haben viele Schüsse geblockt und auch unser Torhüter Maximilian Meier hat sehr gut gehalten“, lobte ESVK-Trainer Rob Pallin sein Team.

Der Sieg gegen die Lausitzer Füchse hellte die Stimmung im Kaufbeurer Lager wieder etwas auf, denn die 1:4-Heimniederlage am Freitag gegen Ravensburg, immerhin dem 75. Geburtstag des stolzen Eishockeyklubs aus Kaufbeuren, war durchaus bitter. Letztlich waren es die ersten Minuten im Schlussdrittel, die die Feierstimmung nachhaltig trüben sollten.

Doppelschlag der Ravensburger entscheidet das Spiel

Innerhalb von 128 Sekunden schlugen die Gäste aus Oberschwaben zwei Mal zu und ebneten so den Weg für den 4:1-Auswärtssieg. „Ich finde, wir haben uns in der Offensive zu wenig Chancen kreiert um dauerhaft Druck zu machen“, sagte ESVK-Stürmer Daniel Oppolzer. „Bis zur 30. Minute haben wir gut verteidigt und sind solide gestanden. Danach ist alles ein bisschen brüchiger geworden und Ravensburg mit all seiner Qualität vorne hat das eiskalt ausgenutzt. Wenn man dann 1:3 hinten ist, wird es schwer.“

Auch die beiden Trainer waren sich einig, dass der ESVK zunächst das bessere Team war. „Unser erstes Drittel war mit das Beste, das wir in dieser Saison gespielt haben. Wir waren giftig und aggressiv“, meint beispielsweise ESVK-Coach Rob Pallin.

Der US-Amerikaner sprach aber auch Dinge an, die mit ausschlaggebend für die Niederlage waren. „Die beiden Ravensburger Treffer kurz hintereinander waren entscheidend“, sagte Pallin. „Beim ersten davon hätte Jan Dalgic den Bully vermeiden können.“

Sören Sturm feiert in Kaufbeuren sein Hemdebüt

Im letzten Abschnitt gelang den Jokern, bei denen Neuzugang Sören Sturm sein Heimdebüt gab, nur noch wenig. „An der Kraft lag es nicht, wir hatten ja ein paar freie Tage. Es hatte sicherlich mit fehlender Konzentration zu tun, vielleicht sind wir auch zu sehr von unserem Fahrplan abgewichen“, meinte Oppolzer. „Wenn du dir gegen Ravensburg Fehler erlaubst, wird das eiskalt ausgenutzt.“ Auch wenn eigentlich ein Jubeltag ansteht.

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