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Eishockey

26.01.2021

Der ESV Kaufbeuren muss zwei bittere Pillen schlucken

Die 2:6-Heimpleite gegen die Tölzer Löwen war für Kaufbeurens jungen Torhüter Maximilian Meier die erste Niederlage in seiner DEL2-Karriere.
Foto: Harald Langer

Plus Der ESV Kaufbeuren reist nach den zwei Niederlagen vom Wochenende am Dienstag zum Kellerduell nach Heilbronn.

Mangelnder Biss, läuferische Defizite, fehlende Konzentration, sehr schwankende Leistungen. Die Situation beim ESV Kaufbeuren im Januar 2021 gleicht der vor einem Jahr. Einen Unterschied gibt es aber.

Nach den Spielern sitzt inzwischen nicht mehr ein ratloser Trainer Andreas Brockmann im Pressekonferenz-Raum, sondern der im Sommer geholte US-Amerikaner Rob Pallin, seinerseits mittlerweile mindestens konsterniert. In den 120 Spielminuten am Wochenende spielte die von ihm trainierte Mannschaft maximal 30 Minuten lang so, wie man es von ihr erwartet. Nach dem 2:6 am Freitag im Heimspiel gegen Bad Tölz mahnte der Übungsleiter hartes Arbeiten im Training und einen Blick in den Spiegel eines jeden Spielers an.

Kaufbeuren startet in Bayreuth gut ins Spiel

Doch die Besserung am Sonntag beim Ausflug nach Bayreuth hielt sich in Grenzen, die Joker unterlagen trotz eines guten Auftaktdrittels 3:4. Abgesehen von der zuletzt immer tadellos spielenden Spurgeon-Sturmreihe und des Torhüters (am Freitag Max Meier, am Sonntag Jan Dalgic) blieben die Sportler hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Mit überbordender Kritik hielt sich Pallin am Sonntag aber zurück. Zwei Dinge hätten im Frankenland vor allem den Unterschied ausgemacht: Bayreuths Schlussmann Timo Herden, der 32 von 35 Schüssen abwehrte, bezeichnete Kaufbeurens Coach als „exzellent“. Er habe den Unterschied gemacht. Und die Special-Teams. „Wir waren ein sehr gutes Team, wenn wir Fünf-gegen-Fünf gespielt haben. Wir müssen von der Strafbank wegbleiben und wenn wir das schaffen, dann gewinnen wir Spiele.“

Kaufbeuren kassiert drei Unterzahl-Gegentore

Pallin hat damit nicht unrecht – die ersten drei Tigers-Tore fielen, als (mindestens) ein Joker-Akteur in der Kühlbox saß und somit die Unterzahl-Formation der Allgäuer auf dem Eis stand. Die gab derweil kein gutes Bild ab. In der Saison 20/21 verhinderte der ESVK in 73 Prozent der Fälle ein Gegentor in Unterzahl, das ist der Liga-Negativ-Wert. Dass es gegen Bayreuth, die ihrerseits das zweitschwächste Überzahlspiel der Liga vorweisen, gleich dreifach klingelte, ist bezeichnend.

Am Ende aber, sagte Pallin, sei Kaufbeuren noch da gewesen, der Gegner habe nur mit einem Tor Unterschied gewonnen. Das hilft letztlich nur nicht sehr viel. Aus sieben Spielen im Januar nahmen die Joker nur fünf Punkte mit, die DEL2-Tabelle listet die Allgäuer derweil als Vorletzten. Somit kommt es am Dienstagabend ab 20 Uhr zum Kellerduell der Liga. Dann reisen die Joker zum einzigen Team, das noch weiter unten in der Tabelle steht: den Heilbronner Falken.

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