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08.07.2010

Training muss belohnt werden

Die Trainer Marcus Eder (hinten links) und Manuel Ness (hinten rechts) mit ihren neuen Schützlingen (vorne v. l.) Hermann Münch, Niklas Jäger, Manuel Weber, Tobias Herdlitschka, Karl Frieß, Lukas Glok, Ricardo DePascalis, Reha Celikel, Ercin Türkeli, (hinten v. l.) Robert Neuberger, Tobias Baur, Christian Rettenmayr, Hannes DePaly, Michael Schuster, Dominic Schlesiger, Armin Polzer und Thomas Kobold. Foto: Erich Wörishofer
Bild: Erich Wörishofer

Mindelheim Man muss schon zweimal hinschauen. Über 30 Spieler winden und schinden sich viermal die Woche beim TSV Mindelheim seit dem vergangenen Montag in der Vorbereitung. An sich schon ungewöhnlich, aber der Großteil erweckt noch nicht den Anschein, als ob er der A-Jugend entwachsen ist. Ein zweiter Blick bestätigt: Diese Mannschaft, mit einem momentanen Durchschnittsalter von 20,8 Jahren gleichwohl blutjung, ist der neue Kader des Bezirksoberligisten und seiner Reserve in der Kreisklasse.

22 Neuzugänge finden sich im Maximalfall unter den Trainingsteilnehmern, darunter alleine acht aus dem eigenen Nachwuchs und viele unter 20-Jährige aus umliegenden, niederklassigen Vereinen. Das ist auch den beiden neuen Leiterndes Mindelheimer Kaders, den Trainern Marcus Eder und Manuel Ness, bewusst. "Primär heißt es für uns zwei, die Spieler aus den unteren Ligen und den Junioren an das Tempo zu gewöhnen. Dazu haben wir die Vorbereitung Zeit", sagt Marcus Eder. Er und Ness sind von der Qualität ihrer jungen Truppe überzeugt, wohl wissend, dass auf Spieler und Trainer noch eine Menge Arbeit zukommt. Aber bereits jetzt ist eines der Hauptziele erreicht mit der Flut an Zugängen: Der in den vergangenen Jahren kaum vorhandene Konkurrenzkampf wurde angeregt. Selbst ein Einsatz in der Kreisklassemannschaft ist nicht mehr selbstverständlich.

Keiner der Spieler hat automatisch einen Stammplatz

"In den letzten Jahren hat die Trainingsbeteiligung nicht mehr gestimmt", sagt Eder. Und die soll durch vermehrte Konkurrenz angeheizt werden. Eder weiter: "Auch bei den Spielern, die da waren, wie die Siegwarts, ist noch Luft nach oben." Keiner kann sich seines Stammplatzes sicher sein.

Training muss belohnt werden

"Die Grundvoraussetzung ist, dass die vorhandenen Spieler den Konkurrenzkampf annehmen. Training muss belohnt werden", formuliert der Ex-Coach des FSV Amberg die Maxime des Trainergespanns. Gerangel um die Stammplätze gab es wegen der engen Personaldecke zuletzt nahezu nie. Zwar setzten Manuel Ness und Ex-Trainer Dirk Hoffmann 45 Spieler in der Reservemannschaft ein, darunter aber zumeist Aushilfen von Woche zu Woche. "Mann muss schon sagen, die Zweite ist nicht unverdient abgestiegen", sagt Eder und setzt den Absteiger mit Trainer Ness unter Druck. Von Aufstiegspflicht ist da die Rede.

"Einen gnadenlosen Schnitt zwischen 1. und 2. Mannschaft wird es nicht geben. Es darf keiner beleidigt sein, wenn er einmal nicht in der Ersten spielt. Die Zweite ist für den Verein überlebenswichtig", so Eder. In der Bezirksoberliga hängen die Trauben nicht so hoch. Wie schon in der Vergangenheit sind 40 Punkte in schnellstmöglicher Zeit das Ziel. Dafür sollen auch die Neuzugänge sorgen, allen voran der vom SV Mattsies kommende Defensivakteur Thomas Kobold. Der 25-Jährige stellte seine Qualitäten schon in der Landesliga beim TSV Schwabmünchen unter Beweis.

Ein Ersatz für Mario Michelini musste nicht besorgt werden. Schon vorhandene Talente wie Patrick Eckers sollen sich freischwimmen ohne den alles erdrückenden Kapitän. Dazu bleibt nun eben erst einmal die Vorbereitungsphase inklusive einer Großzahl an Testspielen Zeit, vornehmlich gegen Bezirks- und Bezirksoberligisten. Zum Auftakt gab es am Sonntag ein 2:2 zu Hause gegen den Landesligaabsteiger Sonthofen. Philipp Siegwart und Patrick Eckers (Foulelfmeter) erzielten die Tore. Manuel Ness erklärt die fehlenden Kracher im Vorbereitungsplan: "Für die Jungen reicht jetzt erst einmal die Bezirksoberliga. Die Vorbereitung ist zum Testen da. Spiele gegen Bayernligisten kann man unterm Jahr immer noch machen."

Ist am Ende der Spielzeit das Ziel erreicht, ist Kontinuität angesagt. "Es kann nicht sein, dass wir jedes Jahr so eine Anzahl an Neuzugängen brauchen", sagt Eder. Aber heuer war es eben notwendig.

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