Der Ball rollt wieder in der Fußball-Bezirksliga Süd: Am Sonntag (14 Uhr) tritt der TSV Mindelheim beim FC Heimertingen an und hofft auf einen guten Start nach der Winterpause. Der ist auch vonnöten.
Denn die Mindelheimer, die mit einer Bürde von sechs sieg- und torlosen Spielen, davon fünf Niederlagen, in die Winterpause gegangen waren, finden sich aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. Weil der FC Heimertingen nur einen Platz weiter oben angesiedelt ist, hat die Partie Endspielcharakter, wenn es um den Klassenerhalt geht.
Das weiß auch Mindelheims Trainer Benedikt Deigendesch: „Die ersten Spiele sind immens wichtig, nicht nur, weil wir gegen direkte Konkurrenten spielen. Auch eine Aufwärtsspirale wäre wünschenswert“, sagt der 36-Jährige, der im Sommer sein Traineramt abgibt. Nachfolger wird dann Edin Kahric. Das haben die Verantwortlichen des TSV Mindelheim schon vor Weihnachten eingetütet. Kahric hat zwar auch für eine mögliche Kreisligasaison zugesagt, an Abstieg aber denkt in Mindelheim noch niemand.
In der Winterpause kamen einige neue Spieler nach Mindelheim
Deigendesch hat mittlerweile einige Spieler mehr zur Verfügung, als noch in der Vorrunde. Denn der TSV Mindelheim war in der Winterpause durchaus aktiv auf dem Transfermarkt: So kamen vom Lokalrivalen Türkiyemspor Mindelheim aus der Kreisklasse Stürmer Cagatay Aksu, Mittelfeldspieler Ali Mamout Oglou und Abwehrspieler Ersin Türkeli zum TSV. Vom FC Kempten wechselte Mittelfeldspieler Aurel Idrizi in die Frundsbergstadt.
Zudem kehrt Stürmer David Kienle nach seinem halbjährigen Auslandsstudium wieder zurück. Er ist mit fünf Treffern immer noch bester Torschütze des TSV Mindelheim in dieser Spielzeit. Angesichts der seit nunmehr sechs Pflichtspielen andauernden Ladehemmung der Mindelheimer Offensive dürfte das sicher ein Hoffnungsschimmer sein.
Die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte in der Bezirksliga war allerdings – von den Ergebnissen in den Testspielen gesehen – nicht allzu berauschend: Gegen den Landesligisten SV Egg (0:3), den Kreisligisten DJK Memmingen-Ost (2:5), den oberbayerischen Bezirksligisten VfL Denklingen (0:5), den Nord-Bezirksligisten TSV Ziemetshausen (0:2) und zuletzt den FC Wiggensbach (2:3) wurde jeweils verloren.
Mindelheims Trainer kritisiert die Trainingsbeteiligung
Deigendesch sagt dazu das, was ein Trainer sagen muss: „Die Testspiele waren nicht so schlecht, wie die Ergebnisse es vermuten lassen.“ Allerdings legt er auch den Finger in die Wunde, die sich Trainingsbeteiligung nennt: „Wir haben diesmal so viele und abwechslungsreiche Einheiten angeboten, wie noch nie“, sagt Deigendesch. „Aber wenn dann aus zwei Mannschaften zwar fünf Trainer aber nur zwölf bis 14 Spieler auf dem Feld stehen, kann man nicht von einer guten Vorbereitung sprechen.“ Gründe seien Studium, Verletzungen und natürlich Corona. Aber eben auch so mancher Schlendrian. „Es gab Spieler, die jede Einheit mitgemacht haben. Aber eben auch einige, die mit zu viel Rückstand aus dem Winter kamen – und den bisher nicht aufgeholt haben“, sagt Deigendesch.
Der FC Heimertingen, der in der Tabelle nur einen Punkt mehr auf dem Konto hat als der TSV Mindelheim (und dabei ein Spiel mehr absolviert hat) weist eine etwas bessere Testspielbilanz auf: So gewann das Team von Trainer Christoph Ahmann gegen den württembergischen Landesligisten TSV Buch (1:0) und den Kreisligisten Viktoria Buxheim (4:0). Dann folgten drei Niederlagen gegen den FV Illertissen II (0:4), den württembergischen Bezirksligisten SF Schwendi (1:2) und den TSV Ziemetshausen (0:2).
Die Bilanz spricht für den TSV Mindelheim
Das letzte Pflichtspiel zwischen dem TSV Mindelheim und den FC Heimertingen datiert aus dem Jahr 2017. Damals gewann Heimertingen in der Kreisliga Mitte mit 3:1 in Mindelheim. Insgesamt standen sich beide Teams in den vergangenen knapp 40 Jahren 28 Mal, zumeist in der Bezirksliga, gegenüber. Hier spricht die Bilanz klar für den TSV Mindelheim, der 14 Siege feiern konnte (bei jeweils sieben Unentschieden und sieben Niederlagen). Ein 15. Sieg in dieser Statistik wäre ein willkommener Erfolg. Und ein guter Start in die Rückrunde.