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Soziales

22.01.2020

365 Tage im Einsatz für Pflegebedürftige

Pfleger Michael demonstriert das Anziehen der Kompressionsstrümpfe.
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Pfleger Michael demonstriert das Anziehen der Kompressionsstrümpfe.

Der Verein für evangelische Gemeindediakonie Neu-Ulm zieht Bilanz – nicht mit großen Reden, sondern mit Taten

Wenn sich der Neu-Ulmer Diakonie-Geschäftsführer Dieter Wegerer öffentlich Blutzucker und Blutdruck messen lässt oder Pfleger Michael das Anziehen von Kompressionsstrümpfen demonstriert, dann hat das einen ganz besonderen Sinn: Ein Teil der hauptamtlichen Pflegerinnen und Pfleger demonstrierten während der Mitgliederversammlung des Vereins für Evangelische Gemeindediakonie Neu-Ulm hautnah auszugsweise die Arbeit der sozialen Station.

Nach der Andacht in der Petruskirche mit Dekan Jürgen Pommer, der auch Vorsitzender des Vereins ist, trafen sich alle im Petrussaal. Dort wurde Bilanz gezogen – nicht mit großen Reden, sondern mit vielfältigen kleinen Taten: Es wurde ein Teil der Pflege-Arbeit einer Patiententour demonstriert. So erklärte Pfleger Michael etwa, dass sein Dienst so gegen 6 oder 6.30 Uhr morgens beginnt. Nach den Vorbereitungen mit der Schlüssel- und Diensttasche geht’s mit einem der roten „Flitzer“ auf Tour – acht Autos mit der Aufschrift „Evangelische Sozialstation Neu-Ulm“ besitzt die Diakonie Neu-Ulm – um dann zwischen 15 und 20 Patienten zu versorgen.

14 weibliche und zwei männliche Pflegekräfte sind Tag für Tag unterwegs, informiert Pflegedienstleiterin Ilse Rautenberg. Derzeit gilt es, 140 Personen zu versorgen. „Manche ein Mal in der Woche, manche einmal am Tag, manche zweimal am Tag und manche dreimal täglich an 365 Tagen“, sagt Rautenberg auf. Geschäftsführer Dieter Wegerer informiert zur Freude aller, von einem stetigen Aufwärtstrend der Mitgliederzahlen. Heute zählt der Verein 320 – noch vor ein paar Jahren waren es weniger all 300 Mitglieder. Der jährliche Beitrag kostet zwölf Euro.

Seit mehr als 100 Jahren gibt es in Neu-Ulm das Hilfsangebot unter dem Dach des „Vereins für evangelische Gemeindediakonie – Sozialstation Neu-Ulm“. Zum Einzugsgebiet zählen neben der Stadt Neu-Ulm auch Offenhausen, Ludwigsfeld, Schwaighofen, Reutti, Holzschwang, Jedelhausen und Hausen. Geboten werden vielfältige Dienste – von der Medikamentenabgabe über das Waschen und Anziehen, bis hin zu Wundverbänden und Medikamentenabgabe bzw. Wundversorgung. Wegerers Anerkennung galt nicht nur dem gesamten fleißigen und kompetenten Team mit den zwei Pflegedienstleiterinnen und zwei hauswirtschaftlichen Kräften, sondern auch der hervorragenden guten Zusammenarbeit mit allen.

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