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23.07.2010

45 Millionen Euro für Ulms Neue Mitte

Das Gebäude der Sparkasse (links) in der Neuen Straße wird saniert. Anstelle der Häuser im Hintergrund, die abgerissen werden, entsteht ein Neubau. Foto: heo
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Das Gebäude der Sparkasse (links) in der Neuen Straße wird saniert. Anstelle der Häuser im Hintergrund, die abgerissen werden, entsteht ein Neubau. Foto: heo
Bild: heo

Ulm Nach dem Wengentor, SWU-Neubau und diversen Forschungseinrichtungen im Umfeld der Universität wurde gestern erneut ein Ulmer Millionenprojekt an den Start geschickt: Bis zu 45 Millionen Euro nimmt die Sparkasse in den kommenden drei Jahren in die Hand. Zwischen 15 und 20 Millionen Euro kostet die Sanierung des bestehenden Gebäudes an der Neuen Straße 66. 20 bis 25 Millionen Euro, so schätzte Manfred Oster, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Ulm gestern auf der Halbjahresbilanzpressekonferenz, verschlingt der geplante Neubau gleich daneben. Diese großen Vorhaben am Eingang zu Ulms Neuer Mitte ruhten aufgrund der Finanzkrise. Nun, nachdem sich die Märkte beruhigten und die Sparkasse Ulm bestens durch die Krise ruderte, soll es bereits im Frühjahr 2011 mit dem Abbruch der Gebäude Neue Straße 58 und 60 losgehen.

Dadurch, dass Sanierung und Neubau entgegen ersten Plänen gleichzeitig erfolgen sollen, kommt das derzeitig leer stehende ehemalige "Modehaus Jung" zu einer letzten Ehre: Bis zur geplanten Neueröffnung Ende 2013 soll das Gebäude an der Ecke Neue Straße/Kramgasse durch die Sparkasse genutzt werden.

Noch seien die Verträge aber nicht unterschrieben, schränkt Dr. Guido Steeb, Sparkassen-Vize, ein. Wie berichtet, kaufte der Illertisser Bauunternehmer Kurt Alexander Motz das Gebäude und will eigentlich nach dem Abriss dort ein Wohn- und Geschäftshaus mit Doppelgiebel bauen. Das Gebäude ist bereits weitgehend entkernt, das heißt, die Sparkasse müsste dort auch noch Geld investieren. Aus Sicht des Sparkassen-Chefs sind die Bauvorhaben "gut angelegtes Geld".

Nicht aufzuschieben sei die Sanierung des bestehenden Gebäudes aus den 70er Jahren. Und im Neubau werde die Sparkasse "ihre Kräfte besser bündeln können." Möglich sei auch, so Oster, dass die Gebäude später einmal über einen Gang verbunden werden. Auch wenn oberste Doktrin bleibe, dass der Blick vom Weinhof zum Münster nicht verbaut sein dürfe. Inzwischen wurde von der Sparkasse Ulm für beide Bauvorhaben bereits das Architekturbüro "Lederer Ragnasdóttir Oei" aus Stuttgart beauftragt, welches 2008 im Architektenwettbewerb mit seinem Entwurf für den Neubau die Jury überzeugt hatte. Der Lösungsentwurf gefiel damals der Jury am besten, weil er als eine Art Tor einen städtebaulich gelungenen Übergang zur innersten historischen Stadt darstelle.

Die Schneise, die in Form der Neuen Straße nach dem Krieg geschlagen wurde, werde durch den Neubau wieder ein Stück repariert. Das siebenstöckige Gebäude auf einer Fläche von etwa 900 Quadratmetern soll mit einer Ziegelfassade versehen werden.

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