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Verbände

09.12.2013

AWO sauer auf Gemeinderat

Ein Teil der AWO-Geehrten und der Vorstandschaft auf der Jahreshauptversammlung im Thalfinger Restaurant Jouini.
Bild: Manfred Deger

Wie ein abgelehnter Zuschuss für einen Kleinbus für böses Blut sorgt

Elchingen Wenn von 110 Vereinsmitgliedern etwa 90 zur Jahreshauptversammlung kommen, dann stimmt die Stimmung in diesem Verein. Angelika Fleischmann, Vorsitzende des Vereines der Arbeiterwohlfahrt Elchingen (AWO), umriss in der voll besetzten Gaststätte Jouini in Thalfingen mit einem einzigen Satz die Ziele, welche die AWO mit ihren Vereinsaktivitäten in der Elchinger Seniorenarbeit erreichen will: „Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, es kommt darauf an, den Jahren mehr Leben zu geben.“ Dass dies dem Verein auch im vergangenen Jahr gelungen ist, bewies der Rückblick der Vorsitzenden auf das vergangene Vereinsjahr.

Seit 59 Jahren bietet die (AWO) älteren Mitbürgern ein Programm, dessen Gewicht auf Lebensfreude, Gesundheit und Kultur, aber auch auf persönlicher Hinwendung bei Geburtstagen oder Krankheit liegt. „Die Wünsche der Aktivitäten und Ziele werden von den Mitgliedern an uns herangetragen, wir versuchen diese Wünsche nicht nur möglichst kostengünstig zu erfüllen, wir achten besonders darauf, dass möglichst viele unserer Mitglieder an diesen Aktivitäten teilhaben können“, meinte Angelika Fleischmann namens der AWO-Vorstandschaft.

Rad fahren, Wandern, Ratschen, Reisen, Feiern, Sport, Tanz, Minigolf, Grillen, Kegeln, Info-Veranstaltungen, Vorträge, Betriebsbesichtigungen, Fitnesstouren, Kultur, Kurse, Fortbildungen, Messebesuche, das sind nur einige der Schlagworte aus dem AWO-Programm. Als Beispiel seien hier die Radler-Aktivitäten des Vereines genannt. An den 32 Radtouren des letzten Jahres nahmen zwischen acht und achtzehn Personen im Alter bis zu 80 Jahren teil. Mit einem Schnitt von 60 Kilometern pro Tour legten die Radler insgesamt 2100 Kilometer zurück.

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Kasse rutscht durch Reparatur ins Minus

Die AWO sei ein Verein für Senioren, die aktiv am Leben teilhaben wollen. Sie erfülle damit eigentlich schon seit ihrem Bestehen viele der Kriterien, die in den Elchinger Leitlinien zur Seniorenarbeit als Zielsetzung für aktive Seniorenarbeit benannt werden, stellte Angelika Fleischmann vor den Ehrungen langjähriger Mitglieder fest (siehe Kasten). Die AWO-Kasse weist in diesem Jahr gegenüber den Einnahmen ein Minus von 800 Euro auf, weil allein die Reparaturen am AWO-Bus 1300 Euro kosteten. Die Ablehnung des Gemeinderates, diese Ausgaben zu bezuschussen, brachten die AWO-Vorsitzende auf die Palme. „So wahr ich hier stehe, der Zuschussantrag an die Gemeinde Elchingen war mein letzter Antrag, den ich gestellt habe, denn die 100 Euro für den Erhalt und die Sicherung unseres Vereines sind kein Zuschuss, sie sind eine Demütigung.“ Es sei beschämend, dass die AWO dem Elchinger Bürgermeister bei seinem liebsten Kind, der Seniorenarbeit, gerade mal 100 Euro wert sei, empörte sich Angelika Fleischmann.

Bürgermeister versucht, die Wogen zu glätten

Zur Unterstützung der Elchinger Seniorenarbeit solle sie auf Vorschlag der Gemeinde nun auch noch mit dem AWO-eigenen und von ihr versicherten, gewarteten, reparierten, geputzten und gepflegten Fahrzeug einen Fahrdienst für die Gemeinde einrichten. „Ich denke, darüber brauchen wir nicht weiter zu sprechen“, fügte sie unter dem Beifall der Anwesenden hinzu. Elchingens 3. Bürgermeister Armin Menz versuchte die Wogen zu glätten und erklärte, dass die Zuschussablehnung in den Zuschussrichtlinien für Vereine in der Gemeinde zu suchen sei, an die sich der Gemeinderat halten müsse.

Gesprächsangebot aus dem Rathaus

Die Räte hätten auch betont, dass bei größeren Reparaturen oder einer Neubeschaffung des Fahrzeuges wie bisher ein Zuschuss gewährt würde. Er bat die AWO-Vorstandschaft im Gespräch mit der Gemeinde zu bleiben, um eine für alle Betroffenen befriedigende Lösung zu finden. (mde)

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