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Tischtennis-Pokalendrunde

03.12.2018

Andere Stars an den Platten in Neu-Ulm

Er ist einer der Trümpfe des leichten Favoriten TTF Ochsenhausen: Der Brasilianer Hugo Calderano ist Südamerika-Meister und die Nummer sechs der Welt.
Bild: Erwin Hafner

Die Pokal-Endrunde geht diesmal ohne Düsseldorf mit seinem Star Timo Boll über die Bühne. Dafür ist es spannender und eine Mannschaft setzt auf den Heimvorteil

Ein Wiedersehen mit Deutschlands Tischtennis-Idol Timo Boll wird es bei der Pokalendrunde am 5. Januar in der Ratiopharm-Arena nicht geben. Der amtierende Europameister ist kürzlich mit seiner Düsseldorfer Borussia im Hexenkessel von Grünwettersbach knapp ausgeschieden. Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang: Für deutlich mehr Spannung als in den vergangenen Jahren ist damit gesorgt. Bundesliga-Geschäftsführer Nico Stehle als Veranstalter freut sich: „Die Karten werden diesmal völlig neu gemischt.“ Auf den Vorverkauf jedenfalls hatte das Ausscheiden des Rekordmeisters und gefühlten Dauerpokalsiegers keinen Einfluss. Im Gegenteil. „Wir haben bereits rund 3000 Karten abgesetzt, das sind mehr als zu diesem Zeitpunkt in den Vorjahren“, berichtete Stehle bei einer Pressekonferenz in der Arena. Eine verstärkte Nachfrage erwartet nun nicht nur er aus dem Lager der Tischtennisfreunde (TTF) Ochsenhausen.

Schaffen es die Oberschwaben am ersten Januar-Samstag im zweiten Anlauf? Fachleute drängen die Mannschaft von Cheftrainer Dimitrij Mazunov durchaus in die Favoritenrolle. Der frühere russische Nationalspieler freilich drückt wenig überraschend auf die Euphoriebremse: „Alle vier Mannschaften sind in etwa gleich stark.“

Platz sechs der Weltrangliste

Auch sein Chef Kristijan Pejinovic warnt vor zu viel Euphorie im Vorfeld. „Natürlich spricht die Papierform für uns, in diesem Fall die Weltranglistenplätze der einzelnen Spieler“, sagte der TTF-Präsident und denkt dabei insbesondere an den brasilianischen Südamerika-Meister Hugo Calderano, derzeit Sechster auf globaler Ebene, aber auch an Simon Gauzy, den zwischenzeitlich wieder aus den Top-Ten“ gerutschten Franzosen.

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Die Pokal-Konkurrenz freilich macht Ochsenhausens Vorteile nicht nur an deren internationalen Hochkarätern fest, zu denen auch der Pole Jakub Dyjas zählt. Noch mehr beeindruckt sind die Wettbewerber von der aktuellen Dominanz der Mannschaft in der Bundesliga. Hier war der souveräne Herbstmeister auch in der Rückrunde bislang nicht zu stoppen.

Neu-Ulm als Vorgarten von Ochsenhausen

Dass die Konkurrenten momentan in der Liga zum Teil etwas schwächeln, will TTF-Präsident Pejinovic nicht überbewerten: „Das Leistungsniveau ist eng beisammen. Meines Erachtens wird schlichtweg die Tagesform entscheiden.“ Einen gewissen Vorteil erhoffen sich er und sein Trainer Mazunov aber durch die Unterstützung von den Rängen: „Im Tischtennis sehen wir Ulm und Neu-Ulm schon lange als unseren Vorgarten.“

Cheftrainer Dirk Wagner vom Halbfinal-Gegner Zugbrücke Grenzau sieht Ochsenhausen als Favorit, kündigt jedoch energischen Widerstand an: „Für uns ist die Pokalendrunde kein Ausflug. Wenn wir irgendwo antreten, wollen wir auch gewinnen. Sonst wären wir doch fehl am Platz.“

Manager Martin Werner vom Düsseldorf-Bezwinger ASV Grünwettersbach bei Karlsruhe hat derweil andere Probleme: „Seit diesem Erfolg spricht bei uns jeder nur noch vom Pokal. Alle sind heiß und fiebern dem Turnier in Neu-Ulm entgegen.“ Seine Prognose für das Halbfinale: „An einem guten Tag stehen unsere Chancen gegen Werder Bremen 50:50.“

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