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Kriminalität

14.03.2018

Anklage: Mann schlitzte Frau mit Messer das Gesicht auf

Der Amtssitz der Ulmer Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft will erreichen, dass der 24-Jährige dauerhaft in der Psychiatrie bleibt

Die Staatsanwaltschaft Ulm hat Anklage gegen einen heute 24 Jahre alten Mann aus Blaubeuren erhoben, der im Mai 2016 eine Frau brutal mit einem Messer attackiert haben soll. Die Anklagebehörde wirft dem Mann versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Der mutmaßliche Angreifer befindet sich seit Herbst vorläufig in einer psychiatrischen Klinik. Die Staatsanwaltschaft will erreichen, dass der Mann dort dauerhaft bleiben muss, weil er eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle.

Der 24-jährige räumt nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein, am späten Nachmittag des 15. Mai 2016 auf einem Rad- und Fußweg nahe Blaubeuren eine 59-jährige Spaziergängerin von hinten am Hals umfasst und zu Boden gedrückt zu haben. Anschließend soll der Mann mit einem Messer gezielt in den Hals- und Gesichtsbereich der Frau gestochen und dabei ihren Tod billigend in Kauf genommen haben. Weil sich die 59-Jährige, die der Mann nicht kannte, stark wehrte, ließ er von ihr ab. Die Frau biss dem 24-Jährigen in den Unterarm und rief laut um Hilfe.

Die Spaziergängerin wurde bei dem Angriff erheblich verletzt: Sie erlitt eine große und klaffende Schnittverletzung vom rechten Ohr bis zum Mundwinkel, die die Mundhöhle öffnete. Außerdem trug sie eine tiefe Stichverletzung am Hals sowie weitere Abwehrverletzungen davon. Ein Rettungshubschrauber brachte die Frau in eine Klinik, sie überlebte den Angriff.

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Nach der Beratung durch einen Gutachter geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der 24-Jährige nicht in der Lage war, sein Verhalten an seiner Unrechtseinsicht auszurichten und angemessen zu steuern. Seine Steuerungsfähigkeit sei in Schuld ausschließender Weise aufgehoben gewesen. Der Mann leidet an einer akuten psychischen Störung, hat eine leichte Intelligenzminderung und hatte vor der Tat Alkohol getrunken.

Der Fall soll vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Ulm verhandelt werden. (az)

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