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Neu-Ulm

18.04.2019

Bauern liefern so viel Milch an wie noch nie

Die Milchwerke Schwaben haben ihren aktuellen Geschäftsbericht vorgestellt. Dabei gab es eine Rekordmeldung bei der Milchanlieferung.
Bild: Vennenbernd/dpa (Symbolbild)

Die Milchwerke Schwaben haben im vergangenen Jahr einen Rekord verbucht. Was das Unterenhmen für dieses Jahr geplant hat.

Einen neuen Rekord konnten die Milchwerke Schwaben bei ihrem jüngsten Geschäftsbericht vermelden: Insgesamt lieferten 894 Milcherzeuger der Genossenschaft im vergangenen Jahr 380,5 Millionen Kilogramm in die Zentrale nach Neu-Ulm – das sind 12,2 Millionen Kilogramm beziehungsweise 3,3 Prozent mehr als noch 2017. Der Gesamtumsatz des Unternehmens lag 2018 bei 227 Millionen Euro. Für das laufende Jahr zeigte sich der Vorstand optimistisch – und berichtete von seinen Plänen.

Trotz der hohen angelieferten Menge an Milch – von den 380 Millionen Kilogramm waren 8,1 Millionen Kilogramm Biomilch – wurden zusätzlich 46,2 Millionen Kilogramm an Milch und Molke zugekauft. Das meiste davon wird im Werk in Schwaighofen verarbeitet – zu Käse, Joghurt, Butter, Milchreis sowie Molke Magermilchprodukte. Der Absatz von Käse blieb mit rund 31 Tonnen auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Steigerungen gab es in jenem Segment, für das die Milchwerke Schwaben besonders bekannt sind – Joghurt und Desserts: Hier wurden 5,6 Prozent mehr verkauft als noch 2017, bei der Sparte Milchreis teilweise sogar bis zu knapp 17 Prozent mehr.

Milchwerke Schwaben wollen in diesem Jahr neue Kampagne starten

Ein großes Thema in diesem Jahr wird die neue Verbraucherkampagne für die Natur- und Fruchtjoghurts der Marke Weideglück sein. Diese ist für die Monate Mai und Juni geplant. Zudem will das Unternehmen weitere Produkte ohne Gentechnik nach dem Standard des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) auf den Markt bringen. Die Milchwerke Schwaben hatten bereits im Herbst 2017 ihr Ziel erreicht, einen Teilbereich des Erfassungsgebietes sortenrein auf „Milch ohne Gentechnik“ umzustellen. Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft hatten Mitte vergangenen Jahres zudem beschlossen, interessierten Landwirten die Umstellung auf freiwilliger Basis zu ermöglichen – und das stieß auf großes Interesse, wie die Zahlen zeigen: Der Anteil der nach VLOG-Richtlinien zertifizierten Milch ohne Gentechnik war im Dezember auf 57,5 Prozent angestiegen. Bezogen auf die Gesamtanlieferung des Jahres 2018 waren damit 42,8 Prozent der Milch VLOG-zertifiziert.

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Mit der bisherigen Entwicklung im laufenden Jahr ist das Unternehmen recht zufrieden. „Nach einem gelungenen Start ins Jahr 2019 bewegen wir uns vielversprechend innerhalb unserer Absatzmärkte“, sagte Karl Laible, Geschäftsführender Vorstand bei den Milchwerken Schwaben, und fügte hinzu: „Wir mussten zwar zu Ende des Jahres 2018 sowohl bei Käse als auch bei Butter mit rückläufigen Preisen zurechtkommen, die sich zum Start des Jahres negativ aus den Milchauszahlungspreis auswirken, andererseits jedoch zeigen unsere Abverkaufsmengen zielstrebig nach oben.“ Insgesamt gehe der Vorstand davon aus, dass „wir einen wettbewerbsfähigen, am Markt erwirtschafteten Milchpreis für unsere Milcherzeuger auszahlen können“, so Laible. (az)

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