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Roggenburg

26.11.2019

Beim „Baura-Marsch“ geht’s rund

Beim Jahreskonzert des Musikvereins Meßhofen begeisterte Tubistin Hannah Reindle (stehend) mit ihrem Solo mehr als 200 Zuhörer.
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Beim Jahreskonzert des Musikvereins Meßhofen begeisterte Tubistin Hannah Reindle (stehend) mit ihrem Solo mehr als 200 Zuhörer.
Bild: Regina Langhans

Der Musikverein Meßhofen und die Musikgesellschaft Bellenberg gestalten einen turbulenten Abend in Roggenburg.

Mit dem Stück „Farmer’s Tuba“, von Moderator Tomas Kohler humorvoll mit „Baura-Marsch“ übersetzt, hat der Musikverein Meßhofen bei seinem Jahreskonzert im Klostergasthof Roggenburg einen von mehreren Glanzpunkten gesetzt. Bereichert wurden die Gastgeber am Samstagabend von der Kapelle der Musikgesellschaft Bellenberg. So boten mehr als 80 Bläser in Begleitung vielseitig agierender Schlagwerker einen musikalisch turbulenten Abend.

Die Gastgeber führten mit Musikern aus Meßhofen, Roggenburg und Ingstetten unter der versierten Leitung ihres Dirigenten Siegbert Göggelmann klangvolle, volumenreiche Konzertstücke auf. Bei „Where Eagles Soar“ oder „La Storia“ trugen sie gekonnt die ausschweifenden Melodiepassagen vor. Die Fortsetzung bildeten – passend zum Original – mal schwelgerisch, mal mitreißend gespielte Hits der Film- und Musicalszene. Zu hören waren „Movie Milestones“ von Hans Zimmer und Abba-Songs aus „Mamma Mia“. Den opulenten Klangbildern wusste Hannah Reindle mit ihrem Solo bei „Farmer’s Tuba“ noch eins draufzusetzen: Das Konzertstück hatte der Österreicher Martin Scharnagl 2012 für seinen Freund und Bandkollegen der Formation Viera Blech geschrieben. Er schuf ein treibendes Stück im Funk-Stil. Reindle meisterte dabei die zahllosen gestoßenen Noten im Staccato-Stil bravourös.

Der Schwarzwald wird mit musikalischen Mitteln dargestellt

Die Musiker aus Bellenberg, die den Abend mit dem Konzertmarsch „Opening“ eröffnet hatten, gaben unter der so temperamentvoll wie rhythmisch ansteckenden Führung ihrer Dirigentin Monika Wagner sogleich die Programmrichtung vor: Nicht zurücklehnen, sondern teilhaben an den vielen spannenden Erscheinungsformen von Musik. Bei „Silva Nigra“ – so die lateinische Übersetzung von Schwarzwald – stellten sie die Region mit musikalischen Mitteln dar. Auch der Kuckucksruf durfte da nicht fehlen. So erhielten vor allem die hellen Klarinetten viel Möglichkeit zu brillieren, aber auch Querflöte und Piccoloflöte. Vor allem letztere wurde von Sabrina Botzenhart kraftvoll strahlend gespielt. Bei dem musikalischen Märchen „Peter und der Wolf“ von Sergei Prokofjew nutzten auch die übrigen Instrumente die Gelegenheit, den Tieren ausdrucksvoll Stimmen zu verleihen. (lor)

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