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Roggenburg

14.09.2018

Besucherrekord beim Ökomarkt in Roggenburg

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Vor dem Roggenburger Kloster fand wieder der Ökomarkt statt.

Viele Besucher nutzen das schöne Wetter für einen Einkauf auf dem Ökomarkt am Roggenburger Kloster. Dort informieren auch Naturschutz-Organisationen.

Regionale und ökologisch hergestellte Produkte: Dafür steht der Ökomarkt in Roggenburg. Am Samstag jährte sich diese Erfolgs-Veranstaltung zum 20. Mal und zog bei strahlendem Sonnenschein Tausende von Interessierten aus nah und fern aufs Klostergelände. „Ich würde sagen, wir stellen heute einen neuen Besucherrekord auf“, sagte Mit-Organisator Bernd Kurus-Nägele am Mittag, denn schon bei der Marktöffnung um 10 Uhr waren Besucher zuhauf auf das Gelände geströmt. Auf sie warteten 90 Aussteller mit einem breit gefächerten Waren- und Dienstleistungsangebot. Es reichte von handgemachter Keramik über Schmuck, Gartendekoration und Gewürzen bis zu nachhaltig arbeitenden Handwerksbetrieben oder Dienstleistern aus der Region.

Der Ökomarkt findet zum 20. Mal statt

„Schön, dass wir wieder so viele Aussteller haben, die diesen Markt attraktiv machen“, freute sich Pater Roman Löschinger vom Bildungszentrum, das den Ökomarkt zusammen mit der Neu-Ulmer Kreisgruppe des Bundes Naturschutz durchführt. Die Naturschützer rückten auch dieses Mal mit rund 70 freiwilligen Helfern an, die die Veranstaltung betreuten. Kreisgruppenchef Bernd Kurus-Nägele erinnerte in seiner Begrüßung an den ersten Ökomarkt vor 20 Jahren, der bei Regen stattfand. „Seither hatten wir immer Glück mit dem Wetter“, erzählte er und dankte besonders den fünf Ausstellern, die von Beginn an jedes Jahr mit dabei sind.

Der Markt sei schon längst zu einem Aushängeschild für Roggenburg geworden, kommentierte Bürgermeister Mathias Stölzle. Auch Schirmherrin und Landtagsabgeordnete Beate Merk betonte, dass der Ökomarkt für besondere Qualität stehe. Vor zwei Jahrzehnten, berichtete Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender des BUND, sei die ökologische und regionale Bewegung „noch ein zartes Pflänzchen“ gewesen. Heute arbeiteten bereits zehn Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern ökologisch und das große Ziel sei, dass es noch deutlich mehr werden.

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Besuchern und Verkäufern gefällt das Ambiente

Neben Gewerbebetrieben waren auch gemeinnützige Organisationen auf dem Markt vertreten, darunter der örtliche Gesangverein Liederkranz, dessen Helfer die beliebten Kartoffelwürste und Rauchfleischknödel ausgaben. „Wir haben jedes Jahr eine größere Menge – aber es kann gut sein, dass wir heute wieder vorzeitig ausverkauft sind“, sagte Helferin Monika Vogel. Begeistert vom Markt war Ausstellerin Sigrid Groß aus Burgau, die zum ersten Mal dabei war. „Es ist einfach ein gigantisches Ambiente“, sagte sie, zumal die Nachfrage nach ihren handgeschöpften Seifen gut war.

Zu diesem Ambiente trugen mehrere Musikensembles und Volkstanzgruppen bei, die über den ganzen Tag hinweg für die Besucher auftraten. Lebhaft ging es am Stand des Bildungszentrums zu, wo man sich dem Thema Papier widmete, unter anderem mit Fühl-Station, Quiz und dem Basteln von Papier-Perlen für Kinder. „Im Durchschnitt verbraucht jeder Deutsche pro Woche 4,48 Kilo Papier“, erklärte Umweltbildungsreferentin Christine Wiedenmann.

Für die Kinder war eine Schnitzeljagd mit Sachpreisen geboten – und die Allerjüngsten nützten freudig ein besonderes und umweltfreundliches Spielangebot: eine Heu-Schlacht unter Apfelbäumen.

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