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17.10.2009

Brüder im Humor

Ulm (mgo) - Wiglaf Droste und Funny van Dannen haben eine gemeinsame Geschichte: So nahmen der Satiriker und der Liedermacher bereits gemeinsam Songs auf. Kommende Woche gastieren sie aber getrennt voneinander im Ulmer Roxy: Droste am Mittwoch, 21. Oktober, van Dannen am Samstag, 24. Oktober.

Der frühere taz-Redakteur und -Kolumnist Droste gilt nicht als Mann der Zurückhaltung. Schon oft setzte er sich mit seinen Polemiken in die Nesseln - sehr zur Freude des Publikums. So trifft der in Ostwestfalen (was nach Drostes Lesart nur noch "Falen" ergibt) geborene Schriftsteller bei aller Direktheit auch die Zwischentöne und vereint genaue Alltagsbeobachtung mit klarer politischer Haltung.

Auch in seinem neuen Programm "Am Nebentisch belauscht" (auch als CD erschienen) stellt der Wahl-Leipziger wichtige Fragen: Warum zwängen sich Menschen in Wurstpellen, bevor sie sich auf ihren Hochleistungsbikes in die Öffentlichkeit begeben? Ist schwäbischer Bienenhonig in Wahrheit eine Waffe der Al-Qaida?

Was die Alltagsbeobachtung angeht, sind die der 1961 geborene Droste und der drei Jahre ältere Funny van Dannen Brüder im Geiste, auch wenn der von der niederländischen Grenzen stammende Liedermacher und Autor etwas prominenter sein dürfte. Seine CDs und Bücher sind für viele Kult, viele seiner Songs spuken - wenn auch oft in anderen Versionen - in vielen Köpfen: "Nana Mouskouri", "Saufen" oder "Als Willy Brandt Bundeskanzler war". Van Dannen schrieb auch an einigen Songs der Toten Hosen mit, unter anderem "Bayern" oder "Schön sein".

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Unverwechselbarer Humor

In diesem Jahr erschien auf dem "Hosen"-Label JKP van Dannens elftes Album "Saharasand", auf dem er nichts von seinem unverwechselbaren Humor eingebüßt hat. So fragt er im Titelsong: "Was ist gefährlicher: rassistische Polizisten oder Saharasand?"

Karten für beide Veranstaltungen gibt es im Medien-Service-Center der Neu-Ulmer Zeitung.

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