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Neu-Ulm

25.11.2019

Diese Spielhalle in Neu-Ulm macht auch Eltern glücklich

Bei der Zwei-Tages-Veranstaltung „Komm, spiel mit!“ im Edwin-Scharff-Haus hatten auch Elisabeth, Luisa, Johanna und Magdalena ihren Spaß.
Foto: Ralph Manhalter

Die zweitägige Veranstaltung „Komm, spiel mit!“ im Edwin-Scharff-Haus Neu-Ulm ist nach wie vor ein Renner

Kinder werden auf eine einsame Insel verschlagen. Dort gilt es, nicht nur zu überleben, sondern auch viele Abenteuer zu bestehen und sich ein Quartier für die Nacht zu sichern. Letztendlich siegt derjenige, welcher als Erster über ein Boot verfügt, um das Eiland wieder verlassen zu können. „Die Fischer von Taria“ nannte Magdalena dann auch ihr Spiel, zu welchem sie mit Begeisterung Felder und Karten aus Pappe schnitt. Hier waren die Innovativen gefragt: Spieleerfinder, die ihre Ideen an Ort und Stelle verwirklichen und auch gleich erproben konnten. Das Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus glich am vergangenen Wochenende einer – im allerbesten Sinne – riesigen Spielhalle.

Seit 35 Jahren wird im Edwin-Scharff-Haus gespielt

An die 2800 Brett-, Karten- und Gesellschaftsspiele waren für jedermann, ob jung oder alt, zum Ausprobieren bereitgestellt. Die begeistert angenommene Veranstaltung „Komm, spiel mit!“ fand bereits zum 35. Mal statt, wobei auch diesmal wieder die Evangelische Jugend des Dekanatsbezirks Neu-Ulm unter der Jugendreferentin Ute Kling federführend wirkte. Doch nicht nur das Spielen im kleinen Kreis erfreute sich einer großen Beliebtheit: Insgesamt neun Turniere konnten an den beiden Tagen bestritten werden. So durfte sich mancher für die Vorrunde zur „Heck-Meck-WM“ im kommenden Jahr qualifizieren. In diesem lustigen Gesellschaftsspiel geht es nicht um die Wurst, sondern um das Huhn, genauer gesagt um Würmer, die es zu ergattern gilt. Ebenso meisterschaftswürdig geben sich „Quixx“ und „CACAO“ als Würfel- beziehungsweise Legespiel. Auch hier sind deutschlandweite Wettbewerbe ausgeschrieben. Geschicklichkeitsturniere wie in „Rapid Cups“, in welchem es auf das korrekte Stapeln verschiedenfarbiger Becher ankommt, wirkten auf die Spielbegeisterten ebenso anziehend wie das Kugelspiel „Abalone“.

Spiele statt Smartphone und Netflix

Doch auch für die kleineren Gäste war einiges geboten: Auf großen Teppichen verteilte sich eine Vielzahl an Lego- und Duplosteinen. Manch einer mag hier den späteren Berufswunsch Architekt entdeckt haben. Nicht zu vergessen die beiden Spiele des Jahres „Just One“ und „Tal der Wikinger“. Kalte und warme Snacks im eigens eingerichteten Spielecafé steuerten ihren Teil bei zu einem angenehmen Aufenthalt. Zudem boten mehrere Verkaufsstände sowohl neue als auch gebrauchte Spiele an, wobei diese mit etwas Glück auch bei den täglichen Verlosungen ergattert werden konnten. Für Spieleneulinge standen zahlreiche Erklärer zur Verfügung, welche erste Einweisungen in die manchmal kniffligen Regeln gaben. Allein am Samstag zählten die Veranstalter bereits fast 700 Besucher, wobei der stärkere Tag stets der Sonntag ist. Der Anblick der zahlreichen spielenden Kinder und Erwachsenen mag nicht zuletzt jene Lügen strafen, welche die jüngere Generation nur noch mit Smartphone und Netflix in Verbindung bringen. Manche Gewohnheiten ändern sich eben doch nie – und das ist ja auch gut so.

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