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Ulm

11.01.2018

Ein Hotel mit Zugang zum Krankenhaus

So soll das Patientenhotel auf dem Eselsberg nach den Plänen der RKU von außen aussehen.

Ein fünfstöckiger Vier-Sterne-Betrieb soll Reha-Patienten und Angehörigen Platz auf dem Ulmer Eselsberg bieten.

Die Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm (RKU) planen ein neues Gebäude mit zusätzlichen 50 Betten, die Pläne wurden bereits von der Stadt Ulm genehmigt. Noch diesen Januar ist Baubeginn. Genutzt werden soll der fünfstöckige Anbau von Patienten der orthopädischen Rehabilitation, die sich im Anschluss an ihren Krankenhausaufenthalt in einem besonders gehobenen Ambiente in Einzelzimmern mit Vier-Sterne-Hotel-Charakter ganzheitlich erholen wollen.

Die Verträge wurden nun von den Kliniken RKU und Hermann Kanne-Hunfeld, Vorstand der Kanne Group Investment, unterzeichnet. „Wir freuen uns, dass mit der Firma Kanne ein Unternehmen den Zuschlag erhält, mit dem seit vielen Jahren eine hervorragende Zusammenarbeit gelebt wird“, freut sich Geschäftsführer Matthias Gruber. Kanne betreibt unter anderem auch das Café im Erdgeschoss der Kliniken RKU.

Das Ambiente des Hotels soll beim Gesundwerden helfen

Das Gebäude wird komplett aus Eigenmitteln der Klinik errichtet. Für Gruber ist diese Investition eine logische Schlussfolgerung aus den bisherigen Entwicklungen des RKU: „Mit dem Bau des Patientenhotels und den damit verbundenen Umstrukturierungen werden wir im orthopädischen und auch im neurologischen Bereich eine Versorgungskette über sektorale Grenzen hinaus anbieten können.“ Im Vordergrund stehe dabei die bestmögliche Versorgung der Patienten auf höchstem Niveau. Dem Ärztlichen Direktor des Zentrums für Integrierte Rehabilitation am RKU, Dr. Rainer Eckhardt, ist besonders die Hotelatmosphäre eine Herzensangelegenheit. „Zum Gesundwerden gehört neben einem hervorragenden Therapieangebot, für das wir seit Jahren von den Kostenträgern gelobt werden, auch das räumliche Ambiente und der Komfort zur seelischen Erholung.“ Durch eine direkte Anbindung an das RKU-Hauptgebäude über einen Verbindungsgang ist auch der Zugang zur pflegerischen und medizinischen Betreuung optimal gegeben. Dadurch eignet sich das neue Gebäude zudem auch hervorragend zur Unterbringung von Angehörigen.

Für den Ärztlichen Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik am RKU, Professor Dr. Heiko Reichel, erfüllt sich mit dem neuen Gebäude der schon seit langem bestehende Wunsch, allen Patienten nach der Operation ein Einzelzimmer mit Hotelambiente anbieten zu können. Die durch die Umstrukturierung gewonnene Fläche im Hauptgebäude der Klinik auf dem Eselsberg soll für den Ausbau der neurologischen Frührehabilitation durch die Installation von weiteren 26 Betten in der Neurologischen Universitätsklinik von Professor Dr. Ludolph genutzt werden, die damit auf 135 Betten wachsen wird. (az)

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