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Weißenhorn

06.08.2017

Eine Zeitersparnis, die im Notfall Leben retten kann

Die Stiftungsklinik Weißenhorn und Rettungswagen sind künftig besser vernetzt.
Bild: Andreas Brücken (Archivbild)

Die Stiftungsklinik in Weißenhorn und Rettungswagen sind jetzt besser vernetzt. So  funktioniert die neue Technik.

Im Ernstfall zählt jede Minute. Um Notfallpatienten künftig besser und schneller behandeln zu können, lassen sich Patienteninformationen inzwischen direkt aus dem Rettungswagen in die Stiftungsklinik Weißenhorn übermitteln. In einer Pressemitteilung informiert die Kreisspitalstiftung Weißenhorn über das neue System: Hat der Rettungsdienst bei einem Patienten den Verdacht auf einen akuten Herzinfarkt, wird am Einsatzort ein EKG, erstellt. Dieses wird dann mit allen Patientendaten wie verabreichte Medikamente, Schmerzen, Vorerkrankungen und der voraussichtlichen Ankunftszeit an die Klinik übermittelt.

Dort kann die notwendige Behandlung vorbereitet werden, bis der Patient eintrifft. Für Patienten mit einem akuten Herzinfarkt kann dies nach Angaben der Kreisspitalstiftung eine Zeitersparnis von 25 Minuten bedeuten. Auch bei Schlaganfällen, Epilepsie oder Unfällen kommt es unter Umständen auf jede Minute an. Durch frühzeitige Information und Alarmierung der Klinik werden unter anderem Bereitschaftspersonal, Operationsräume oder das Herzkatheterlabor vorbereitet und die benötigten Räume und Betten reserviert.

Auch bereits in der Klinik vorhandene Patientendaten aus früheren Behandlungen können aufgerufen werden. Seit der vergangenen Woche zählt die Stiftungsklinik zu den Kliniken in Bayern, die diese telemedizinische Patientenvoranmeldung ermöglichen. Bereits eine Stunde nach dem Start kam der erste kardiologische Notfall in der Klinik an. Auch die Donauklinik Neu-Ulm wird mit dem Notfall-Informations- und Dokumentations-Assistenten Nida ausgestattet. Er soll dort am 22. August in Betrieb gehen. (az)

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