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Weißenhorn

15.07.2018

Fernwärme wird mit Festakt eingeweiht

Zum Festakt zur Einweihung des neuen Fernwärmenetzes sind Mitarbeiter aus Firmen, Behörden sowie Politiker und Bürger gekommen.
Bild: Alexander Kaya

Die Beteiligten weihen das Weißenhorner Netz gemeinsam ein – und blicken auf die erste Bauphase zurück.

Auf dem Gelände des Wertstoffzentrums beim Müllheizkraftwerk sieht es aus wie bei einem runden Geburtstag: Ein großes weißes Zelt ist aufgebaut, die Musikkapelle Attenhofen spielt, Sekt und Orangensaft werden gereicht. Und gewissermaßen ist es auch ein Geburtstag: der Festakt für die Fernwärme.

Zur Einweihung des Fernwärmenetzes blickten die Verantwortlichen noch einmal zurück auf den ersten Teil des Großprojekts in Weißenhorn – und in die Zukunft. Einen großen Teil davon wird Markus Hertel gestalten, der ab September neuer Geschäftsführer bei der Fernwärme Weißenhorn GmbH wird. Aktuell ist er noch als Projektmanager beim Bifa-Umweltinstitut für viele Details der Fernwärme-Planung zuständig. Als neuer Geschäftsführer beerbt Hertel den bisherigen Leiter Alois Alt, der die Finanzen als Hauptaufgabe innehatte. Alt führte noch einmal den zeitlichen Verlauf auf und betonte, wie „stolz wir auf das sind, was wir von Mai 2017 bis jetzt geschafft haben“.

Die Verantwortlichen bedanken sich bei den Bürgern

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Der Dank bei der Einweihungsfeier galt vor allem den Bürgern. Den Kunden unter ihnen, die „den Mut für die Fernwärme hatten, obwohl sie nicht wussten, was auf sie zukommt“, wie Hertel sagte. Und allen anderen, weil sie geduldig die vielen Sperren und Baustellen ertragen haben. Dort bezog Hertel auch die ansässigen Geschäfte mit ein.

Der Projektmanager blickte dann noch einmal auf die teilweise schwierigen Phasen des ersten Bauabschnitts zurück. Die Bahnquerungen an zwei Stellen seien sehr zeitintensiv gewesen, weil dafür spezielle Gutachten und Genehmigungen nötig waren. Zwischenzeitlich habe man wegen möglicher Bodendenkmäler einen Stopp einlegen müssen, dort habe das Landratsamt sehr schnell reagiert, sagte Hertel. Dann die Arbeiten an der Roth, die sich recht kurzfristig schwieriger als erwartet darstellten. Doch mit vereinter Kraft von Behördenseite, Fischern und Firmen sei die Unterquerung sehr gut gelungen.

Großprojekt geht nur, wenn alle mitmachen

Insgesamt ist ein derart großes Projekt nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen. Das betonten alle Redner. Bürgermeister Wolfgang Fendt hob die großen Projekte wie die Fernwärme oder das Bähnle lobend hervor und entschuldigte sich bei den Anwohnern für die Zeiten, in denen sie teilweise nicht in ihre Einfahrten konnten. Landrat Thorsten Freudenberger betonte, dass der Landkreis und die Stadt Weißenhorn sich mit dem Fernwärme-Projekt der Verantwortung stellen, das Ökosystem der Erde zu entlasten. Zum ersten Mal seit der Inbetriebnahme des Müllkraftwerks im Jahr 1991 könne man nun die Abwärme energetisch nutzen. Der Landkreis sei vom Sinn und Nutzen des Projekts überzeugt. Auch Freudenberger ging auf die Beeinträchtigungen für Bürger während des Baus ein. Es sei richtig, auf Probleme hinzuweisen. Doch teilweise sei dies auf eine Art geschehen, die Anstand vermissen lasse.

Markus Hertel kündigte an, dass auch der zweite Abschnitt zeitlich enge Termine beinhalte. Zwar gebe es keine problematischen Stellen, dafür müsse man aber tiefer in die Wohngebiete hinein, was viele Baustellen bedeute.

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