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28.10.2009

Für BiSS ist die Halde "nur auf Halde"

Senden (ast) - Es war das Gründungsjahr der Bürgerinteressen der Stadt Senden vor 14 Jahren, als ein Thema viele Sendener umtrieb: die Bebauung der "Halde" bei Wullenstetten. Nach massiven Bürgerprotesten war das Projekt schließlich gestoppt worden. Für Anton Leger hat sich aber nichts geändert. "Für mich ist die alte Halde die neue", sagte der BiSS-Stadtrat. Nur, dass das Gebiet jetzt "Am Stadtpark" heißt.

Mit Ausnahme der Grünen, BiSS, sowie Eva Simon und Gisela Schäfer von der CSU stimmten am Ende der Sitzung die Mehrheit des Sendener Stadtrates für die Variante eins (siehe Plan oben).

Die Erschließung findet zwischen Lange Straße und Hirschweihe statt. Den Gegnern war die geplante Bebauung viel zu verdichtet (Theo Walder, CSU: "Wohnblocks nicht mit mir" - er stimmte am Ende aber doch mit) beziehungsweise sie haben Angst vor dem "Verkehrskollaps", der mit dem neuen Gebiet vorprogrammiert sei.

Antje Esser (SPD), die die Planung als "rundum ideal" bezeichnete, regte lediglich an, eine dreigeschossige Bebauung (maximal plus Penthouse) reiche aus. Im Plan sind auch Haustypen mit vier Vollgeschossen eingezeichnet.

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Helmut Meisel (Grüne) ist die Bebauung viel zu eng. Er warnte zudem vor "Nachverdichtung". "Wir lassen uns hier nicht mit der Brechstange ein so massives neues Baugebiet reindrücken", wetterte er. Außerdem sei es nicht ökologisch, die Häuser wegen der Nähe zur Stromtrasse nicht direkt nach Süden auszurichten. Solarenergie könnte so nicht optimal genutzt werden. An Investor Inhofer machte Meisel den Vorwurf, sich in die Städteplanung Sendens einzumischen. Eigentlich sei die Frage der Weiterentwicklung Sache des Flächennutzungsplanes.

Die CSU war grundsätzlich einverstanden mit der Planung. Fraktionschef Walter Wörtz gab nur zu bedenken, dass man gut abwägen müsse und von Wohnblocks abrücken sollte. Dass das neue Wohngebiet auch mehr Verkehr erzeugt, das sei wohl klar, sagte Wörtz. Gleichzeitig müsse nach Entlastungsmöglichkeiten gesucht werden. Sein Kollege Josef Ölberger sprang dem Bürgermeister zur Seite. "Die alte Halde hat mit der jetzigen Planung gar nichts mehr zu tun." Für Wullenstetten sieht Ölberger die Entwicklung insgesamt positiv.

Lob auch von den Freien Wählern, denen das Vorhaben ihres Fraktionskollegen August Inhofer hervorragend gefällt. Dieser war freilich während der Debatte vom Tisch weggerückt - aus Befangenheitsgründen.

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