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Kommunalpolitik

07.12.2018

Großbaustellen sind Dauerthema

Großbaustellen, wie die Ortskernsanierung an der Klosterkirche, werden in Zukunft große Löcher in den Gemeindehaushalt reißen.
Bild: Andreas Brücken

Die Freien Wähler Elchingen sprechen über die teuren Projekte der Gemeinde

Keine politische Marschrichtung für die Parteifreunde der Freien Wähler Elchingen (FWE), sondern „eine Versammlung mit Informationscharakter“ war die zweite Mitgliederversammlung laut dem Vorsitzenden Johann Gröger. Rund ein Dutzend Interessierte kamen dazu in die KSV Gaststätte in Unterelchingen.

Gröger und seine Kollegen aus dem Gemeinderat gaben den Besuchern einen Einblick in die Beratungen um den aktuellen Haushaltsplan und dem Investitionsprogramm der kommenden vier Jahre. Während die Gemeinde derzeit noch eine entspannte Haushaltslage habe, zeichnen sich in der Planung bis in das Jahr 2022 drastische Maßnahmen ab, sagte Gröger. Auch unter der Erde nehme die Gemeinde viel Geld in die Hand – die maroden Kanäle und Wasserleitungen müssen dringend saniert werden. Hinzu kommen die anstehenden Neubauten der Kindergärten in Ober- und Unterelchingen und dem Feuerwehrhaus an der Bahnhofstraße. Über einen neuen Standort für das Feuerwehrhaus seien derzeit noch Grundstücksverhandlungen im Gange, erklärte Gemeinderat Thomas Grimminger.

Als Mitglied des Bauausschusses des Gemeinderates beschrieb Andreas Mayr die Maßnahmen für kostengünstigen Wohnraum in Elchingen. Ein wichtiger Schritt dorthin sei es gewesen, dass man dem Wohnbauverbund Diwog (Donau-Iller-Wohngesellschaft) beigetreten sei. Auch die Nachbargemeinde Nersingen hat sich dem Verbund unter dem Dach der Neu-Ulmer Wohnungsbaugesellschaft angeschlossen.

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Schlechte Nachrichten hatte Mayr jedoch von der Ortskernsanierung, die mit dem ersten Teilabschnitt auf dem Klosterhof vor einigen Wochen begonnen hat: Die Maßnahme sprengt bereits jetzt schon den finanziellen Rahmen der Bauplanung. Archäologische Funde haben der Gemeinde Mehrkosten von 328000 Euro beschert. „Wir hoffen auf Zuschüsse von Freistaat und Denkmalschutz“, sagte Mayr dazu.

Mit Blick in die Zukunft erklärte der FWE-Vorsitzende Gröger, dass die Fraktion den Dorfplatz in Thalfingen wieder thematisieren wolle. Der sei in einem erbärmlichen Zustand – und alles andere als eine attraktive Visitenkarte für den Ort. Finanziell sei das Vorhaben immerhin kein Großprojekt, dass die Gemeindekasse zu sehr belasten würde. Mit Freude blickte Gröger auf die zurückliegende Landtagswahl. Elf Prozent der Stimmen im Wahlkreis für die Freien Wähler sei ein gutes Ergebnis. Von der neuen Zugehörigkeit zur Staatsregierung dürfe man sich derweil bessere Kontakte „nach oben“ erhoffen. (anbr)

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