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Ulm

08.08.2020

Im Dienste von Unfallopfern: ASB Ulm bekommt neuen Kommandowagen

Vor dem neuen Einsatzfahrzeug: ASB-Zugführer Felix Roßnagel, Volksbank-Vorstand Stefan Hell, ASB-Projektleiter Markus Öfner und Dagobert Wagner, stellv. Vorsitzender des ASB Ulm.
Bild: Thomas Heckmann

Plus Nach 23 Jahren ist das bisherige Auto des Bevölkerungsschutzes deutlich zu reparaturanfällig geworden. Der neue Wagen wird auf ungewöhnliche Weise Realität.

Nach 23 Jahren ist der Audi A4 der Einsatzeinheit 2 des Bevölkerungsschutzes deutlich zu reparaturanfällig geworden. Mit diesem Pkw fährt die ehrenamtliche Einsatzleitung des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) von Ulm aus zu Hilfseinsätzen bei größeren Unfällen und Bränden, aber auch als Ersthelfer gemeinsam mit dem Rettungsdienst zu Notfällen, außerdem fahren erfahrene Drohnenpiloten zu Sucheinsätzen in die umliegenden Landkreise. Da nun dringend Ersatz gefunden werden musste, nahm der ASB Kontakt zur Volksbank Ulm-Biberach auf, die mit ihrem Crowdfunding die Finanzierung des neuen Fahrzeuges unterstützte.

Die Plattform „Viele schaffen mehr“ der Volksbank bringt Vereine, die finanzielle Unterstützung benötigen, und spendenwillige Bürger zusammen. Für jede Spende von mindestens fünf Euro hat die Volksbank nochmals zehn Euro oben draufgelegt. So konnte in unter einem halben Jahr der gesamte Finanzbedarf gesammelt werden.

ASB-Zugführer Felix Roßnagel sprach bei der feierlichen Übergabe ganz offen an, dass vielleicht nicht jeder versteht, dass ein Mercedes genutzt wird, denn es würde ja vielleicht auch ein billigeres Fahrzeug ausreichen. Volksbank-Vorstand Stefan Hell pflichtete ihm bei diesen Sorgen bei, betonte aber auch, dass der Mercedes ein Gebrauchtfahrzeug und für eine zwanzigjährige Nutzungsdauer vorgesehen ist, die dann, neben der Sicherheit, die Kosten wieder in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen: „Das Fahrzeug ist nur Mittel zum Zweck.“ Auch wenn das Fahrzeug diese Woche offiziell in Betrieb genommen wurde, so hat es in den vergangenen Wochen schon zehn Einsätze erfolgreich absolviert, der erste Einsatz führte gleich nach Heidenheim zu einer Vermisstensuche.

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Aktionen, um Geld fürs neue ASB-Auto zu sammeln, scheiterten an Corona

ASB-Projektleiter Markus Öfner hatte sich Anfang des Jahres viele öffentliche Aktionen überlegt, um Geld für das neue Fahrzeug zu sammeln, die dann allesamt an den Corona-Regelungen scheiterten. Deswegen waren die ASB-Helfer auch der Volksbank so dankbar für die aktive Unterstützung nicht nur bei der Finanzierung der 28.000 Euro, sondern auch bei der Beschaffung eines geeigneten Gebrauchtwagens. Das Auto musste dann noch umgebaut werden mit Blaulicht und Martinshorn, außerdem einer Funkanlage, medizinischer Ausstattung inklusive einem Defibrillator und natürlich der für ein Einsatzfahrzeug typischen Beklebung.

„Ohne den engagierten Einsatz der Samariter auch hier in Ulm, die in vielen verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens mit angepackt haben und es immer noch tun, hätten wir die Corona-Pandemie nicht so gut meistern können. Ihr Engagement zeigt, wie wichtig jeder Einzelne für das Gemeinwohl ist. Umso mehr freut es uns, dass das Crowdfunding-Projekt des Bevölkerungsschutzes so erfolgreich war und der neue Kommandowagen heute in den Einsatz gehen kann“, betonte Hell.

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