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Ulm

07.05.2012

Iveco schließt Lastwagen-Produktion

Iveco
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Iveco stellt die Lastwagen-Produktion in Ulm ein.
Bild: Andreas Brücken

Iveco stellt die Lastwagen-Produktion in Ulm ein. 670 von etwa 1100 Arbeitsplätzen in der Montage des Nutzfahrzeughersteller sollen verloren gehen.

Diese  Zahlen verkündete nach Informationen unserer Redaktion Vorstands-Mitglied Laurens Snieders auf der heutigen außerordentlichen Betriebsversammlung. Ansonsten blieben die gelieferten Informationen wie unserer Redaktion von Teilnehmern der Versammlung berichtet wurde, sehr dürftig. Weder ein Zeitplan noch Details über die Art und Weise des Stellenabbaus seien thematisiert worden.

Das ebenfalls nicht ausgelastete Schwesterwerk in Madrid übernimmt offenbar das Ulmer Produktionsvolumen. Iveco beschäftigt  am Standort Ulm rund 1900 Mitarbeiter, davon 430 in der traditionsreichen Brandschutz-Sparte, die in Zukunft ausgebaut werden soll. Ein Iveco-Sprecher kommentierte die Informationen zunächst nicht, kündigte für den Abend aber eine Stellungnahme an.

Die Finanzkrise hatte Iveco voll getroffen

Seit Jahren hat Iveco in Ulm Schwierigkeiten, mit kurzen Unterbrechungen herrscht fast durchgehend Kurzarbeit. Während in den besten Jahren bei etwa gleicher Mitarbeiterzahl etwa 24.000 Laster jährlich im Donautal produziert wurden, waren es zuletzt nur etwa 15.000. Hauptgrund für die Dauerkrise ist, dass die südeuropäischen Kernmärkte Italien, Spanien und Südfrankreich nach wie vor von einem Boom weit entfernt wären. In diesen Ländern ist Iveco aber Marktführer.

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Nachdem bekannt wurde, dass Daimler in seinem Neu-Ulmer Buswerk wohl über 500 Stellen streicht, ist das innerhalb kurzer Zeit der zweite Rückschlag für die traditionsreichen Fahrzeugbauer der Doppelstadt Ulm/Neu-Ulm.

Die Lastwagen aus Ulmer Produktion wurden erst unter dem Namen Magirus produziert bis der Deutz-Konzern einstieg. Die „Bullen“ von Magirus-Deutz mit dem stilisierten Münster zierten in den 80er Jahren sogar als Sponsor die Trikots der Fußballer des FC Bayern München. 1975 übernahm Iveco die Nutzfahrzeugsparte.

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