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Senden

09.02.2020

Jahresempfang der SPD Senden: Ein Abend der klaren Worte

Vorsitzender Bernd Bachmann, Bürgermeister-Kandidatin Maren Bachmann und Ulms Alt-OB Ivo Gönner beim Jahrsempfang der SPD in Senden.
Bild: Horst Hörger

SPD-Bürgermeisterkandidatin Maren Bachmann erklärt, warum sie glaubt, dass sie die bessere Rathauschefin für Senden wäre. Unterstützung kommt von Ivo Gönner.

Die SPD Senden geht im Wahlkampf in die heiße Phase. Maren Bachmann, die als Bürgermeisterin für die SPD kandidiert, zeigte beim Jahresempfang des Ortsverbands klare Kante – ein Zug, den Beobachter zuletzt im örtlichen Wahlkampf etwas vermisst haben, wo viel Frieden und Gemeinsamkeiten betont wurden. Bachmann bringt es auf den Punkt: Gemeinsamkeiten innerhalb der politischen Gremien in der Kommune ja, aber nicht mit dem amtierenden Bürgermeister Raphael Bögge. „Viele in Senden sagen sich nach sechs lausigen Jahren mit dem Noch-Bürgermeister: Es kann nur besser werden“, sagte Bachmann.

Was Maren Bachmann in Senden anders machen will

Sie sei überzeugt davon, dass der SPD bessere Zeiten als zuletzt bevorstehen. Man habe eine echte Chance, stärker denn je mitzubestimmen, wie und wohin Senden sich entwickle. „Und das zum ersten Mal in unserer Geschichte angeführt von einer Frau“, so Bachmann. Die Chancen dafür, so rechnet es Bachmann den zahlreichen Besuchern des Empfangs mit einem Augenzwinkern vor, stünden richtig gut: nämlich bekanntermaßen zwei zu eins. Wenn sie am 15. März zur neuen Sendener Bürgermeisterin gewählt werden sollte, will sie das Amt besser machen, sagte die 47-Jährige. Das fange mit der bislang fehlenden Kommunikation zwischen Bürgern, Verwaltung und Stadträten an, die als Rathauschef unerlässlich sei. Bachmann sagte von sich selbst, sie stehe für gutes Klima im Rathaus, für Verlässlichkeit und Vertrauen.

Inklusion und Wohnungsmarkt als wichtige Themen in Senden

Zudem müsse sich Senden wichtige Fragen stellen, um zukunftsfähig zu sein: Wie schafft man es, keine weiteren Schulden zu machen? Wie setzt man Inklusion um und wie gestaltet man den demografischen Wandel menschlich? Wie löst man Wohnraumfragen für jedes Alter? Wie bindet eine Kommune ihre Bürger gut ein? Vor all diesen Entscheidungen drücke sich der derzeitige Bürgermeister, sagte die SPD-Bürgermeisterkandidatin. Doch Senden brauche nicht nur Ideen, sondern echte Ziele, die auch umgesetzt werden. „Senden kann mehr und ich will der Motor und nicht der Bremsklotz sein“, sagte die Kandidatin in einer klaren und engagierten Ansprache. „Ich traue mir zu, das besser zu machen.“ Als Vorbild nehme sie sich den langjährigen Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner, der als Gastredner in Senden war. Gönner sei, so sagte es Bachmann, nicht über anderen Menschen gestanden, sondern bei ihnen. „Und das möchte ich auch.“

Jahresempfang der SPD Senden: Ein Abend der klaren Worte

Das sagt Ulms Alt-Oberbürgermeister Ivo Gönner

Ivo Gönner selbst zeigte sich von Bachmann angetan: „Senden täte gut daran, dich zur neuen Bürgermeisterin zu machen.“ Es brauche in der Kommunalpolitik oft pragmatische Lösungen statt hochtrabende Ideen. Dazu gehöre nicht in erster Linie, sich für zahlreiche Förderprogramme zu bewerben, die niemand umsetzen könne – es komme auf die Arbeit vor Ort, das Gespräch mit den Menschen an. Oft verbesserten schon die kleinen Dinge das Leben für viele Bürger. Entscheidend sei, die Anliegen als Rathauschef ernst zu nehmen. „Runter von den ideologischen Bäumen und rein in den politischen Alltag, das ist Kommunalpolitik“, sagte Gönner.

Bernd Bachmann, Ortsvorsitzender der SPD, und Georg Schneider, Fraktionsvorsitzender, lobten die gute Zusammenarbeit zwischen allen Fraktionen im Stadtrat. So soll es nach dem Willen aller auch nach der Wahl trotz des Wahlkampfs weitergehen – in diesem Punkt zähle das Gemeinsame. Und das am besten mit Maren Bachmann als Bürgermeisterin, wie Schneider es formulierte. Denn sie würde Werte wie Menschlichkeit, Zuverlässigkeit und Vertrauen ins Amt des Rathauschefs zurückbringen – Dinge, die laut Schneider derzeit fehlen.

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