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Roggenburg

23.12.2019

Mit einem Kühlschrank von 1963 auf den ersten Platz

Im Bild (von links): Bürgermeister Mathias Stölzle, Roland Mäckle von der Energieagentur Ulm, Gewinnerin Maria Hartmann, Gewinner Siegfried Kull und Barbara Sedlatschek von der Ewag Weißenhorn bei der Gewinnübergabe.
Bild: Angela Häusler

Für eine Aktion gegen Energieverschwendung wurde der älteste Kühlschrank von Roggenburg gesucht. Jetzt wurden die Sieger des Wettbewerbs gekürt.

Wer hat den ältesten Kühlschrank Roggenburgs? Unter diesem Motto rief der kommunale „Arbeitskreis Energieteam Roggenburg“ in diesem Herbst zum Energiesparen auf. Bei der Aktion konnten Bürger ihre Uralt-Kühlschränke melden und mit etwas Glück einen Zuschuss zum Kauf eines neuen, energieeffizienteren Geräts erhalten.

Der betagte Kühlschrank von Bosch hat schon vier Umzüge mitgemacht

Kürzlich wurden nun die Gewinner gekürt: Auf den ersten Platz hat es Siegfried Kull aus Biberach geschafft, der den ältesten Kühlschrank beibrachte: Gekauft hat er ihn 1963, gebaut wurde er wohl schon ein Jahr zuvor. „Der läuft ohne Probleme“, berichtete Kull über das Gerät, das er noch im Keller stehen hatte und bei Bedarf auch mitbenutzte. Etwa, wenn Feiern anstanden. Es sei gar nicht so leicht gewesen, das Baujahr herauszufinden, erzählte Kull nun. Mehrfach musste mit dem Hersteller Bosch telefoniert werden, bis klar war, dass der Schrank wohl schon 57 Jahre alt ist. Das Gerät habe vier Umzüge mitgemacht und sei immer gut gepflegt worden, erinnert sich der Besitzer, „aber jetzt gibt es keine Ersatzteile mehr dafür“. Und weil der Alt-Kühlschrank ein arger Stromfresser ist, steht jetzt ein neues Produkt auf der Agenda. „Den suche ich mir dann in Ruhe aus“, so der Gewinner, der sich jetzt über einen Zuschuss ihn Höhe von 500 Euro für den Neukauf freut.

Das Geld kommt von der Ewag Weißenhorn, deren Vorstandsmitglied Barbara Sedlatschek im Roggenburger Rathaus gratulierte.

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Der Wettbewerb soll in Roggenburg fortgesetzt werden, dann aber mit anderen Geräten

Den zweitältesten Kühlschrank hatte Maria Hartmann aus Meßhofen bei der Aktion eingereicht – er stammt von 1969 und wurde im Hause Bauknecht hergestellt. Auch er stand im Keller und wurde nach Bedarf eingeschaltet. Maria Hartmann freute sich nun über den zweiten Preis, einen Gebäudecheck der Regionalen Energieagentur Ulm, bei dem unter anderem die Heiztechnik ihres Hauses unter die Lupe genommen wird, um Energieverschwendung aufzuspüren. „Jeder kann etwas machen, um Energie zu sparen“, sagte Bürgermeister Mathias Stölzle. Den Fokus auf diese Möglichkeit zu richten, war auch das Ziel der Kühlschrank-Aktion. Einen solchen Wettbewerb könnte es übrigens in Zukunft wieder geben, so der Bürgermeister. Dann aber wohl mit anderen Geräten, etwa Wäschetrocknern oder Waschmaschinen.

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