Konzert

22.04.2017

Musik, die ansteckt

Gitarrist Greg Choppard, Schlagzeuger Lionel Turco und Bassist Norbert Roth (von links) als Trio Mad Kitchen auf der Bühne des Fiddlers Green.
Bild: Andreas Brücken

Das Rock-Blues-Trio Mad Kitchen verbreitet Freude im „Fiddler’s Green“

Kunst muss ja nicht immer logisch sein. Da macht es auch nichts, dass die Band Mad Kitchen nichts mit kochen zu tun hat, sondern „mit dem musikalischen Lebensgefühl von Rock und Blues“, sagt Greg Chopard, Sänger und Gitarrist beim Auftritt der Band im „Fiddler’s Green“ in Pfaffenhofen. Bassist Norbert „Grille“ Roth setzt noch einen drauf: „Wir haben grüne Töne für den Rock und blaue für den Blues dabei.“ Neben Wortspielen hatten die drei Musiker im Irish Pub auch eigene Stücke aus ihrem ersten Album „In the Box“, das im Herbst erscheinen soll, mit im Programm.

„No Name“ sei ein Lied über das Gefühl, am Morgen aufzuwachen und nicht zu wissen, wer und wo man ist, erklärt Chopard und fügt hinzu: „Dafür muss man nicht zuviel Alkohol getrunken oder Drogen genommen haben.“ Vielmehr sei es ein Bild von dem Versuch, den Sinn des eigenen Lebens zu verstehen. Mit „Geek“ bekennt sich der 46-jährige Sänger zu seiner kindlichen Seite: Wenn er „Star Wars“ anschaue oder alte Videogames spiele, werde er wieder zum Kind.

In Deutschland auf Tournee zu sein, ist für den deutsch-französischen Musiker, der derzeit in der Nähe von Nizza lebt, immer wieder eine schöne Erfahrung, wie er sagt: „Die Deutschen haben durch die Zeit der amerikanischen und englischen Besatzer ein ganz anderes Bewusstsein für internationale Musik bekommen und sind deshalb auch offen für neue Eindrücke.“ Das zeige sich auch an der Aufmerksamkeit der Konzertbesucher, erklärt Chopard weiter: Während er zusammen mit Bassist Roth und Drummer Turco vor französischen Gästen gegen eine Lärmkulisse ankämpfen müsste, würden deutsche Besucher ab der ersten Note aufmerksam an der Musik hängen.

So auch in der Kneipe in Pfaffenhofen, wo das Trio nicht lange braucht, um Freunde zu finden. Denn Mad Kitchen sind wie gemacht für intime Konzerte wie dieses. Schließlich muss sich der Frontmann nicht hinter einer großen Show verstecken. Stattdessen punktet er durch seine Stimme und spielerisches Können – und sein Spaß an der Musik ist ansteckend. (anbr)

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