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19.06.2009

Pläne für Moschee in Söflingen liegen auf Eis

Ulm (mru) - Die Pläne für ein Kulturzentrum mit Moschee im Söflinger Gewerbegebiet liegen weiter auf Eis. Wie berichtet, hatte das Verwaltungsgericht Sigmaringen voriges Jahr die Baugenehmigung der Stadt Ulm aufgehoben. Begründung: Die Zahl der Stellplätze auf dem ehemaligen Sudhoff-Areal an der Herrlinger Straße sei nicht ausreichend. Dies könne zu unzumutbaren Beeinträchtigungen für die benachbarten Betriebe führen. Eine Berufung wurde nicht zugelassen. Die Stadt Ulm hatte deshalb beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim Antrag auf Zulassung der Berufung gestellt. Diesen Antrag hat der VGH abgewiesen. "Damit ist das Urteil aus Sigmaringen rechtskräftig", sagte der Pressesprecher des VGH, Martin Brandt.

Hasan Yildiz, der Vorsitzende des türkisch-islamischen Kulturvereins DiTib, zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass der Bau fortgesetzt werden kann. Bei der Stadt Ulm beraten derzeit die Fachleute, welche Möglichkeiten es gibt.

Das Verwaltungsgericht Sigmaringen war davon ausgegangen, dass an manchen Tagen bis zu 1000 Besucher in die Moschee und den Versammlungsraum kommen könnten. Dafür seien 118 Parkplätze zu wenig. Es müssten mindestens 238 sein. Angedacht war mal der Bau eines Parkhauses. Eine andere Möglichkeit wäre, die Zahl der Besucher zu beschränken.

Der Kulturverein plant eine Moschee samt Versammlungsraum, Gebetsräumen für Männer und Frauen, Jugendräumen, einem Wohnraum für den Imam, ein Café, eine Kuppel und einem 25 Meter hohen Minarett. Ein Supermarkt für die Mitglieder besteht bereits seit Längerem. Die Moschee sollte den ursprünglichen Plänen nach längst fertig sein. Anlieger hatten das Vorhaben mit einer Klage aber gestoppt. Sie befürchteten ein Parkchaos.

DiTib bemüht sich seit vielen Jahren um eine Moschee in Ulm. Frühere Pläne an der Einsteinstraße und in der Blaubeurer Straße scheiterten allerdings an Protesten von Anwohnern.

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