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Senden

30.06.2020

Senden: Der Kindergarten an der Weberei wird größer

Im Bild ist der erste Entwurf des Kindergartens zu sehen. Der ganze Komplex wurde inzwischen etwas weiter Richtung Nordwesten gerückt. Im linken Bereich wird das Gebäude um zwei Krippengruppen erweitert.
Bild: Leupold, Brown, Goldbach Architekten

Plus Statt neun Gruppen sollen elf Gruppen in der Sendener Kindertagesstätte entstehen. Der Neubau ist im Zeitplan, nun sind auch die Gartenpläne bekannt.

Das Großprojekt einer Kindertagesstätte auf dem Webereigelände wird noch größer. Der Stadtrat Senden hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass zwei zusätzliche Krippengruppen angegliedert werden. Zuvor wurde diese Überlegung von Landratsamt und Regierung von Schwaben geprüft und als möglich erachtet. Auch der Träger, die katholische Kirche in Senden, gab sein Einverständnis, zwei weitere Gruppen zu betreuen. Damit wächst die Kindertagesstätte von einer ohnehin schon beachtlichen Zahl von neun Gruppen auf elf.

Insgesamt sind 197 Kinder in Kindergarten und Krippe untergebracht

Voraussetzung für die Zustimmung der Behörden zur Erweiterung sei gewesen, dass Kindergarten und Krippe – obwohl im selben Gebäude – als getrennte organisatorische Einheiten mit eigenständigen Betriebskonzepten und Leitungen geführt werden. Der Kindergarten an der Weberei besteht also in Zukunft laut Plan aus fünf Kindergartengruppen à 25 Kinder und sechs Krippengruppen à zwölf Kinder. Macht insgesamt 197 Kinder.

Die Kosten für zwei zusätzliche Krippengruppen betragen rund 750000 Euro. Damit würde der geplante Betrag auf rund 9,25 Millionen Euro wachsen – immer entstehende Kostensteigerungen im Baubereich nicht eingerechnet. Ebenso nicht eingerechnet sind in diesen Betrag aber auch Förderungen, vor der Erweiterung hieß es, 3,8 Millionen Euro seien förderfähig. Dennoch könne man sich glücklich schätzen, zwei Gruppen zum günstigen Preis zu bekommen, sagte Edwin Petruch (Freie Wähler) in der Sitzung. Ein Neubau wäre ungleich teurer geworden als eine Erweiterung. „Da lacht uns das Herz.“

Parallel zum Anbau soll der Garten gestaltet werden

Insgesamt kommt das Projekt Kindergarten gut voran, es laufe alles im vorgesehenen Zeitplan, teilt die Verwaltung mit. Damit der Kindergarten 2021 die ersten Schützlinge aufnehmen kann, muss auch der Garten parallel gestaltet werden. Für die Außenarbeiten zeichnet Landschaftsarchitekt Markus Oßwald verantwortlich, der seine Pläne im Gremium vorstellte.

Zur Planung gehört zum einen die Dillmannstraße, an der die Kindertagesstätte steht. Dort befindet sich der Haupteingang, ein zweiter Eingang ist auf der hinteren Seite zum Webereiareal geplant. Eltern, die mit dem Auto kommen, sollen nach Vorstellung der Stadt hinter dem Seniorentreff auf dem Webereiareal ihr Fahrzeug parken und die Kinder dann zum hinteren Eingang bringen. Vorne an der Dillmannstraße sind zwar auch fünf Parkplätze geplant, diese seien jedoch nur für Lieferanten gedacht. An der Straße soll aber ein Vorplatz gestaltet werden, auf dem Eltern ins Gespräch kommen können.

Um die Parkplätze entwickelte sich eine große Diskussion im Gremium. Soll man überhaupt entlang der Dillmannstraße Parkplätze einzeichnen, wenn Eltern dort nicht parken dürfen? Können Lieferanten sich nicht einfach kurz an die Straße stellen? Und: Was tun, wenn Eltern sich nicht an die Parkregeln halten? Die Meinungen gingen in alle Richtungen. Am Ende wurde beschlossen, die Parkplätze zu belassen und Schilder mit Parkverboten aufzubauen.

Für die Großen gibt es Klettertürme, für die Kleinen eine Bobbycar-Rennstrecke

Der Gartenbereich hinter dem Gebäude ist dreigeteilt: Krippengarten, Gemeinschaftsbereich und Garten für den Kindergarten. Jeder der Teile ist separat eingezäunt, sie lassen sich jedoch auch aufmachen und dadurch erweitern. Im Gemeinschaftsbereich, der sozusagen als Puffer zwischen den anderen Gärten liegt, können damit auch Veranstaltungen stattfinden. Dort soll auch eine Bühne ihren Platz finden. Durch die Erweiterung des Gebäudes um zwei Krippengruppen wird der Garten-Gemeinschaftsbereich aber etwas kleiner, sagt Oßwald.

Die beiden Gärten sind dem Alter entsprechend mit verschiedenen Geräten und Spielbereichen ausgestattet. Für die älteren Kinder soll es modellierte Hänge mit Kletter- und Balanciergeräten geben, einen Sandspielbereich und auch einen kleinen Nutzgarten mit Hochbeeten. Aufseiten der Krippe plant der Landschaftsarchitekt unter anderem eine Bobbycar-Rennstrecke, Wasserspiele und Matschbereiche. Aufseiten der Krippe können zudem viele der alten Apfelbäume erhalten werden. Eine dort stehende Esche eignet sich laut Oßwald beispielsweise perfekt als Vorlese-Baum, weil sie viel Schatten spendet.

Die Kosten für den Vorplatz an der Straße und die Gärten sind in der Planung enthalten. Sie belaufen sich auf rund 700000 Euro. Bis Februar 2021 soll der Bereich an der Straße fertig sein, bis April dann die Gärten und der Zugang Richtung Webereiareal.

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