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10.07.2010

Thema Synagoge

Ulm Eine computersimulierte Zukunftsvision des neu gestalteten Weinhofs ziert das Titelblatt der neuen Ausgabe der DZOK-Mitteilungen, die im Buchhandel und über das DZOK erhältlich sind.

Der Synagogen-Neubau beschäftigt im Heft DZOK-Leiterin Dr. Nicola Wenge, die sich mit zustimmenden und kritischen Haltungen zum Standort auf dem Weinhof auseinandersetzt. Zum Synagogen-Neubau sammelte das Dokumentationszentrum Stimmen von Juden mit klarem Ulm-Bezug, so von der in Hamburg lebenden Esther Béjarano (die das Vernichtungslager Auschwitz im sogenannten Mädchen-Orchester überlebte und deren Vater Kantor der jüdischen Gemeinde Ulms gewesen war), von New Yorker Fred Einstein, als Fritz Einstein 1937 in Ulm geboren, oder von Moshe Ushpiz, dem Mann der israelischen Sängerin Merav Barnea, die in den vergangenen Jahren am Theater Ulm engagiert gewesen war.

Aus einem bewegenden Dokument zitieren die "Mitteilungen", aus dem Tagebuch der Irene Einstein, geborene Guggenheimer, das das DZOK im vergangenen Jahr erhielt. Irene Guggenheimer und ihr Mann Arthur Einstein heirateten 1936 in der Ulmer Synagoge am Weinhof. Das Tagebuch beschreibt unter anderem den 26. November 1939, den Tag des Abschieds aus der Heimatstadt Ulm.

Weitere Themen der Mitteilungen sind Nachforschungen zu Sinti und Roma in Ulm während der NS-Zeit und ein Gespräch mit dem Ulmer Gerhard Braun, der in Berlin das neue Dokumentationszentrum "Topographie des Terrors" an der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße gestaltete, dort wo sich die Zentralen von SS, Gestapo und Reichssicherheitshauptamt befanden.

Der neue Zivildienstleistende am DZOK wird ab kommenden September diesmal wieder ein Einheimischer sein, der Humboldt-Abiturient Markus Stohrer. (köd)

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