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Vorsichtiger Optimismus bei den Kreiskliniken

Vorsichtiger Optimismus bei den Kreiskliniken
Kommentar Von Ronald Hinzpeter
22.11.2019

Plus Natürlich kosten die Kreiskliniken weiterhin viel Geld - aber es wird langsam besser

Wenn es um Planungen geht, zitieren skeptische Menschen gerne mal Bertold Brecht. In seiner Dreigroschenoper findet sich „Das Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“, in dem es so schön heißt: „Ja mach nur einen Plan! Sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch ’nen zweiten Plan, gehen tun sie beide nicht.“ Allerdings wäre es ungerecht, sämtliche Planungen damit sofort in Bausch und Bogen zu verdammen, denn wenn sie sorgfältig ausgetüftelt sind, können sie ja aufgehen.

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Lesen Sie dazu: Mit den Kliniken im Landkreis geht es wieder aufwärts

Das ist der Leitung der Kreisspitalstiftung Weißenhorn zu wünschen – und damit auch dem gesamten Landkreis: Jetzt hat Stiftungsdirektor Marc Engelhard die Drei-Jahres-Planung für die Kreiskrankenhäuser vorgestellt. Sie gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Bis 2022 soll sich das Defizit der Häuser um mehr als die Hälfte reduziert haben. In drei Jahren wird der Kreisetat zwar immer noch ein Minus von 5,8 Millionen Euro auszugleichen haben, aber man muss sich nur vor Augen führen, wie die Ausgangslage war: Heuer muss der Kreis noch fast 14 Millionen zuschießen. Natürlich gibt es einen gewissen Faktor X, der für allerlei Unwägbarkeiten steht, sowie die Sprunghaftigkeit der deutschen Gesundheitspolitik, die für Unliebsamkeiten sorgen könnte, doch die Tendenz zeigt nach oben.

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Lesen sie auch Kreisspitalstiftung: Klinikdirektor nimmt sich eine Auszeit

Sollte sich das alles bewahrheiten, dann wären all die Bemühungen der vergangenen drei Jahre nicht vergebens gewesen. Es war ein ziemliches Gezerre, aber so ist das nun mal, wenn ein Unternehmen wie die Kreisspitalstiftung nicht von Wirtschaftsprofis, sondern von ehrenamtlichen Kreispolitikern kontrolliert wird. Vieles wurde in der Vergangenheit falsch gemacht und hätte vermutlich schon früher gestoppt werden können, doch offenbar wirtschaftet die Stiftung erst jetzt so transparent, dass nicht unerwartet gewaltige Defizite auftauchen können. So war das vor dem Beginn der Klinikkrise. Jetzt müssen nur noch die Pläne der Spitalstiftung aufgehen – und die Menschen im Kreis brauchen sich um ihre Kliniken keine Sorgen mehr zu machen.

Lesen sie auch: Die Zahlen werden besser: So läuft der Umbruch in den Kreiskliniken

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