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Senden

26.06.2017

Was sich in der Innenstadt ändern soll

Die Bürger kritisieren, dass in der Hauptstraße in Senden zu viele Autos und Busse fahren.
Bild: Angela Häusler (Archiv)

Im Städtebaukonzept werden Projekte für die nächsten Jahre vorgestellt. Bürger bringen dafür ihre Ideen ein – sparen aber auch nicht mit Kritik. Teil eins der Serie: das Zentrum.

Das Städtebaukonzept (kurz Isek) für Senden ist beschlossen. Es umfasst zahlreiche Ideen und Pläne, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Wir stellen in einer Reihe einen Teil der Projekte vor. Heute: die Innenstadt.

Die Innenstadt als lebendige Mitte Sendens. Um das zu erreichen, haben Verwaltung und Stadträte vieles geplant, zum Teil aus Ideen der Bürger. Ein Überblick:

  • Kulturforum: Der Bereich um das Bürgerhaus soll neu geordnet werden. Es besteht die Idee, auf der Fläche zwischen Bürgerhaus und Marktplatz ein Kulturforum zu bauen. Stadtplaner Martin Gebhardt sagte, dass die Mitte Sendens bisher „chaotisch“ sei. Durch die öffentliche Nutzung soll das Forum mehr Leute in die Innenstadt bringen. Die Eigentümer der aktuell  dort stehenden Häuser sind für Gespräche offen. Mögliche Umsetzung: lang.
  • Hauptstraße: Die Gestaltung der Hauptstraße ist wichtig, um die Innenstadt als Zentrum zu stärken. Dafür soll etwa der Belag einheitlich aussehen, im Moment ist die Straße auf verschiedene Arten gepflastert. Zudem fahren die Autos laut Gebhardt zu dicht an den Cafés, dagegen könnten Fahrradstreifen und Baumreihen helfen. Die Parkplätze werden neu geordnet und damit weniger, dafür sollen mehr Außenflächen für die Cafés und zum Flanieren entstehen. Ein weiterer Gedanke ist, die erlaubte Geschwindigkeit in der Innenstadt auf Tempo zehn oder 20 zu reduzieren. Umsetzung: in Schritten, kurz bis mittel.
  • Parkhaus: Bürgermeister Raphael Bögge stellt während der Veranstaltung klar: Autos werden und müssen durch die Innenstadt fahren. Wenn die derzeitigen Parkflächen in der Hauptstraße verringert werden, könnte als Ausgleich ein Parkhaus gebaut werden. Und zwar auf der freien Fläche hinter den Bahnschranken in der Ortsstraße. Umsetzung: mittel bis lang.
  • Rathausplatz: Der Platz vor Rathaus und Polizei ist nicht gut genutzt. Das geht aus der Analyse der Stadtplaner hervor. Der Platz soll mittelfristig gestaltet werden durch ein einheitliches Pflaster, Grün und Stadtmöbel. In der Bürgerwerkstatt wurde ein temporärer Biergarten angeregt. Umsetzung: mittel bis lang.
  • Eingang: Der Innenstadteingang an der Kreuzung Haupt-/Kemptener Straße wird als wenig attraktiv bezeichnet. Dort soll ein markantes Gebäude entstehen, das sich in die Reihe Rathaus, Auferstehungskirche, Pfarramt und Bürgerhaus einordnet. Im Erdgeschoss könnten Flächen für den Einzelhandel entstehen. Zudem sollen die Bereiche südlich der Kreuzung untersucht werden, ob sich Ladenpassagen anbieten. Mögliche Umsetzung: lang.

Bürger stört vor allem der Verkehr in der Hauptstraße

Martin Gebhardt vom Planungsbüro Schirmer stellte den etwa 70 anwesenden Bürgern bei einer Infoveranstaltung das Konzept vor. Danach konnten diese ihre Meinung äußern. Eine Frau wünschte sich, dass die Bahnhofstraße für Lastwagen gesperrt wird. Bürgermeister Bögge sagte, dass man die Straße so gestalten müsse, dass die Lkw nicht mehr durchfahren wollen – abgesehen vom Lieferverkehr für Supermärkte.

Ein anderer Zuhörer wollte den Verkehr bis auf Anwohner und Besucher aus der Hauptstraße verbannen. Das müsse auch für Busse gelten, jeder könne 200 Meter weiter zu einer anderen Haltestelle laufen. Dem widersprach Bögge: „Die Haltestelle am Paul-Gerhardt-Haus ist am stärksten frequentiert.“ Und manche Leute, die dort einsteigen, schaffen keine weiteren Strecken zum nächsten Halt.

Applaus gab es für einen Mann, der energisch forderte, das Kopfsteinpflaster in der Hauptstraße zu entfernen. Zudem fragte er, ob es möglich sei, dort eine Einbahnstraße einzurichten. Und er regte an, den Stadtpark netter zu gestalten. Daraufhin erzählte Bögge von seiner bereits im Stadtrat geäußerten Überlegung, zum 50. Geburtstag der Stadt Senden eine Landesgartenschau zu initiieren. Das unterstützt auch Stadtplaner Gebhardt. „Den Stadtpark muss man nutzen, so etwas haben nicht viele“, sagte er.

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